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11.11.2016

Neue Kooperation mit Universität in Kolumbien

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und die Universidad Industrial de Santander (UIS) in Bucaramanga/Kolumbien erforschen künftig gemeinsam Fragen der urbanen und ländlichen Entwicklung. Mit der neu vereinbarten Kooperation stärkt das IÖR seine Verbindungen zu Forschungseinrichtungen in Südamerika. Dritter Partner der Vereinbarung ist der Lehrstuhl Raumentwicklung an der Technischen Universität Dresden.


Prof. Hernán Porras Díaz (li.) und Prof. Bernhard Müller haben die Kooperation von IÖR und UIS besiegelt. (Foto: UIS)

Mit ihren Unterschriften haben sie die künftige Zusammenarbeit besiegelt: Prof. Dr. Hernán Porras Díaz, Rektor der Universidad Industrial de Santander, und Prof. Dr. Bernhard Müller, Direktor des IÖR und Inhaber des Lehrstuhls Raumentwicklung an der TU Dresden. Bei der vereinbarten Kooperation geht es nicht nur um die gemeinsame Forschung und den wissenschaftlichen Austausch zu den Themen Stadtentwicklung und Entwicklung ländlicher Räume. Die Kooperationsvereinbarung sieht auch vor, dass das IÖR sowie der TUD-Lehrstuhl die kolumbianische Universität dabei unterstützen, den Lehrplan für einen neuen Master-Studiengang zu entwickeln. Der Studiengang soll mit dem Master „Raumentwicklung und Naturressourcenmanagement“ an der TU Dresden vergleichbar sein. Auch regelmäßige Gastaufenthalte von Studierenden und Forschenden in der jeweils anderen Einrichtung sind geplant. Außerdem wollen die Kooperationspartner bei der Doktorandenförderung zusammenarbeiten. Eine erste gemeinsame Aktivität war im Oktober 2016 die Habitat III-Folgekonferenz in Bogotá/Kolumbien. Das IÖR und die Universidad Industrial de Santander hatten sie gemeinsam mit weiteren Partnern organisiert.

Weitere Projekte sind angedacht: Unter anderem soll das Konfliktfeld "Wasserschutz und Bergbau" erforscht und dabei auch entsprechende Planungsansätzen in Deutschland und Kolumbien untersucht werden. Ein weiteres Thema ist der Aufbau eines Zentrums für Strategische Regionalentwicklungsstudien, den die UIS anstrebt. Insbesondere für die bevorstehenden Transformationsprozesse nach langen Jahren des Bürgerkrieges könnte dies von Bedeutung sein. 

Die Universidad Industrial de Santander in Bucaramanga ist etwas kleiner als die TU Dresden, insgesamt aber mit dieser vergleichbar. Die Stadt Bucaramanga ist mit reichlich einer halben Million Einwohner etwa so groß wie Dresden.

 

Kontakt im IÖR:
Prof. Dr. Bernhard Müller, Telefon: (0351) 46 79-211, E-Mail: B.Mueller[im]ioer.de