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25.08.2016

Wie weiter nach Habitat III? – Deutsch-kolumbianische Konferenz thematisiert offene Fragen des Weltsiedlungsgipfels

Im Anschluss an die Habitat III-Konferenz in Quito (Ecuador) treffen sich internationale Experten aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft am 21. Oktober in Bogotá (Kolumbien), um über Fragen zu diskutieren, die der Weltsiedlungsgipfel der Vereinten Nationen offen gelassen hat. Die Habitat III FollowUp-Konferenz wird unter anderem vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung sowie der Nationalen Universität von Kolumbien organisiert.


Logo der Veranstaltung "Habitat 3 follow up"

Vom 17. bis 20. Oktober findet in Quito (Ecuador) die Habitat III-Konferenz statt. Dieser Weltsiedlungsgipfel der Vereinten Nationen bringt eine Vielzahl von Politikern, Regierungsverantwortlichen, Analysten und Wissenschaftlern zusammen, die sich auf der ganzen Welt mit Fragen der Urbanisierung und nachhaltigen Stadtentwicklung beschäftigen. Ziel der Konferenz ist die Verabschiedung einer "Neuen Urbanen Agenda". Das Dokument soll richtungsweisende Hinweise enthalten, wie mit den Herausforderungen der Verstädterung umzugehen ist und wie Städte weltweit nachhaltig weiterentwickelt werden können. Es soll künftig als Grundlage für politische Entscheidungen und Ansätze dienen, die weit in die Zukunft wirken.

Seit Monaten erarbeiten weltweit führende Experten die Inhalte des Papieres, über die die Teilnehmenden an der Habitat III-Konferenz entscheiden werden. Trotz der intensiven Arbeiten und Verhandlungen, die der Konferenz im Oktober vorausgegangen sind, trotz der Beteiligung vieler verschiedener Fachleute werden nicht alle Punkte, die für eine nachhaltige Stadtentwicklung relevant sind, in der New Urban Agenda ihren Platz finden. Verschiedene Fragen werden unbeantwortet bleiben.

Diesen Fragen und Aspekten widmet sich die Habitat III FollowUp-Konferenz am 21. Oktober in Bogotá (Kolumbien). Experten aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft sind eingeladen, nach neuen Alternativen zu suchen, wie Maßnahmen umgesetzt werden können, die den aktuellen Bedingungen der weltweiten Stadtentwicklung angemessen sind. "Einer der wichtigsten Aspekte in diesem Zusammenhang ist das 'Recht auf Stadt'", erläutert Bernhard Müller, Direktor des IÖR. "Damit ist gemeint, dass die Weltgesellschaft darüber nachdenken muss, wie sie allen Menschen den Zugang zu den Vorteilen urbanen Lebens ermöglichen kann. Dabei spielt das Recht auf Wohnen ebenso eine Rolle wie die Bekämpfung von Ungleichheiten, die heute noch Millionen von Menschen erleben", so Müller. Bei der Habitat III-Folgekonferenz in Bogotá wird aber auch danach gefragt werden, welche internationalen Instrumente eine Stadtentwicklung ermöglichen, die respektvoll mit der Natur umgeht und die Herausforderungen des Klimawandels berücksichtigt.

In fünf verschiedenen Diskussionsforen wird die FollowUp-Konferenz verschiedene Aspekte der Debatte um nachhaltige Stadtentwicklung in den Blick nehmen. Die zeitliche und räumliche Nähe der Konferenzen in Quito und Bogotá macht es möglich, dass wichtige Akteure und Vordenker des Habitat III-Prozesses ihre Standpunkte bei der Veranstaltung in Bogotá einbringen werden.

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