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13.05.2016

Zukunftsstadt Dresden 2030+ – Konferenz zeigt Ergebnisse der ersten Projektphase

Dresden möchte eine "Zukunftsstadt" mit Vorbildcharakter werden. Als eine von 51 Städten und Gemeinden hat sich Dresden deshalb am Wettbewerb "Zukunftsstadt" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) beteiligt. In den vergangenen Monaten war die Bevölkerung aufgerufen, ihre Ideen zur Zukunft von Dresden einzubringen. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) hat den Prozess als wissenschaftlicher Partner begleitet. Am 21. Mai werden die Ergebnisse bei einer Zukunftskonferenz präsentiert.


Logo, gelbes Schild mit der Aufschrift Zukunftsstadt

Mehr als 1.000 Dresdnerinnen und Dresdner haben die zahlreichen Gelegenheiten der vergangenen Monate genutzt und ihre Visionen von der Zukunft ihrer Stadt eingebracht. In Straßenbahnen, den sogenannten Zukunftsbahnen, konnten sie spontan ihre Ideen notieren, in über 20 Workshops ihre Visionen von Dresdens Zukunft zeichnen und diskutieren. Die Visionen aus den Bürgerworkshops werden am 21. Mai in Form eines "Visionenmuseums" ganztägig ausgestellt. Dann laden die Partner des Projektes "Zukunftsstadt Dresden 2030+" zur Zukunftskonferenz in den Ratssaal des Rathauses ein. Bei der Veranstaltung werden die Ergebnisse der intensiven Bürgerbeteiligung präsentiert. Aus den Ideen, Visionen und Anregungen ist ein "Fünf-Punkte-Plan für Dresdens Zukunft" entstanden. Er wird am 21. Mai erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und gemeinsam mit den Dresdnerinnen und Dresdnern diskutiert. In Workshops und bei anderen interaktiven Aktionen kann die Bevölkerung weiter an dieser Vision für die Zukunft mitwirken.

Das IÖR hat den Prozess wissenschaftlich begleitet. Es war zum Beispiel im Dresdner "Zukunftsstadtteam" vertreten, das die verschiedenen Beteiligungsformate in der Stadt geplant und umgesetzt hat. Außerdem hat es zu inhaltlichen Fragen beraten und dabei die Erfahrung aus 20 Jahren Forschung zu Themen ökologisch nachhaltiger Stadtentwicklung, zu Ressourceneffizienz und zu Folgen des Klima- und des demografischen Wandels eingebracht. "Der zentrale Fokus für die künftige Entwicklung Dresdens liegt auf einer nachhaltigen Entwicklung und auf dem Einsatz vorbildhafter Bürgerbeteiligungsmodelle", erläutert Dr. Markus Egermann vom IÖR. "Durch die intensive Einbindung können die Dresdner ihre Stadt als mündige Bürger selbst gestalten und dabei auf wissenschaftliche Erkenntnisse von Forschern und Bürgerwissenschaftlern gleichermaßen setzen."

Foto: Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert
Im April 2015 überbrachte
Bundesbildungsministerin Johanna
Wanka Oberbürgermeister Dirk
Hilbert die gute Nachricht, dass
Dresden zu den Gewinnern
im Wettbewerb "Zukunftsstadt"
gehört. (Foto: BMBF)

Im EU-Forschungsprojekt ARTS hat das IÖR weit über 50 Dresdner Initiativen identifiziert, die schon heute eine nachhaltige Zukunft praktizieren. "Sie teilen statt besitzen, sie sparen Ressourcen, sie organisieren sich in Deutschlands größter Verbrauchergemeinschaft für bio-regionale Lebensmittel oder in Genossenschaften zur Nutzung erneuerbarer Energien", erläutert Egermann. 

Das Ziel ist nun, dass Dresden auch weiterhin zu den Kommunen zählt, die durch den Bundeswettbewerb "Zukunftsstadt" gefördert werden. Nach Abschluss der ersten Phase bewirbt sich die Stadt für Phase 2 des dreistufigen Wettbewerbs. In der nächsten Phase erhalten bis zu 20 Kommunen die Gelegenheit, bis 2017 ein konkretes Konzept für die Umsetzung ihrer Vision zu erarbeiten.

Offizielle Pressemitteilung der Landeshauptstadt Dresden vom 13.05.2016

Weitere Informationen zur Zukunftskonferenz am 21. Mai

Informationen zum Wettbewerb "Zukunftsstadt" des BMBF

Ansprechpartner im IÖR:
Dr. Markus Egermann, Telefon: (0351) 46 79-272, E-Mail: M.Egermann@ioer.de