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17.11.2015

IÖR und Korea Environment Institute gehen gemeinsame Wege

Das Ziel, die Umwelt- und Lebensqualität in Städten und Regionen durch Forschung und Beratung zu verbessern, vereint die Arbeiten des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) mit denen des Korea Environment Institute (KEI). Beide Einrichtungen möchten daher ihre gemeinsamen Aktivitäten in Zukunft weiter ausbauen. Am 10. November unterzeichneten Prof. Dr. Bernhard Müller, Direktor des IÖR, und Prof. Dr. Kwang Kook Park, Präsident des KEI, eine Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit in der Forschung, beim Wissenstransfer und in der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung.


Professor Bernhard Müller und Professor Kwang Kook Park zeigen die unterzeichnete Kooperationsvereinbarung, Foto: A. Otto vom IÖR

Professor Bernhard Müller und Professor Kwang Kook Park bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. (Foto: IÖR/A. Otto)

„Die Kooperation zwischen IÖR und KEI ist kein Wunsch für die Zukunft, sondern bereits lebendige Tatsache“, so Bernhard Müller. In den vergangenen Wochen und Monaten fand ein reger Austausch von Wissenschaftlern und im Bereich Wissenschaftsmanagement statt. Außerdem dienten zwei Workshops dem Erfahrungsaustausch zu den Themen nachhaltige Stadtentwicklung sowie Umwelt- und Raumentwicklung im Zuge der deutschen Wiedervereinigung. Ein erstes Beispiel für gemeinsame Forschung ist ein bilaterales Pilotprojekt zur Erforschung des Landschaftswandels an der innerkoreanischen Grenze im Vergleich mit der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, dem heutigen „Grünes Band“. Erste Ergebnisse des im Sommer 2015 gestarteten Projektes wurden aktuell am KEI vorgestellt und diskutiert.

Künftig soll die vergleichende Forschung zu ähnlichen Herausforderungen der Stadt- und Regionalentwicklung in der Republik Korea und in Deutschland ausgebaut werden. Geeignete Themen dafür sind unter anderem die regionale Anpassung an den Klimawandel, Auswirkungen des demografischen Wandels, insbesondere der Alterung in beiden Gesellschaften, sowie Fragen der Umwelt- und Raumentwicklung im Vergleich der deutschen Wiedervereinigung und der noch nicht überwundenen Teilung Koreas. Zugleich geht es um gemeinsame international orientierte Vorhaben, zum Beispiel in Verbindung mit den im September 2015 beschlossenen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.

Das Korea Environment Institute ist ein staatliches Forschungsinstitut der Umweltwissenschaften und Umweltpolitik. Das Institut wurde 1993 durch die Republik Korea mit nationalem Auftrag gegründet und ist heute auf vielfältige Weise international tätig. Seit 2005 gehört das KEI zum renommierten Verbund des National Research Council for Economics, Humanities and Social Sciences. Mit der Eröffnung des Korea Adaptation Center for Climate Change wurde das Institut 2009 um einen wichtigen Teil erweitert. Standort des KEI ist seit 2014 die neue koreanische Verwaltungsstadt Sejong, etwa 100 Kilometer südlich von Seoul gelegen.

Ansprechpartner im IÖR:
Dr. Andreas Otto, Telefon: (0351) 46 79-278, E-Mail: A.Otto[im]ioer.de