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16.09.2014

Experten beraten über Forschungsstrategien für die Stadt der Zukunft

Welche Lösungen sind nötig, damit Städte und Kommunen sich nachhaltig entwickeln können? Dieser Frage gehen am 30. September bei einer Fachkonferenz der Nationalen Plattform Zukunftsstadt in Berlin auch Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) nach. Das IÖR ist in die Ausarbeitung von neuen Strategien für Forschung und Innovation in Deutschland eingebunden. Mit einer Stellungnahme hat es sich jetzt zum ersten Entwurf geäußert.


Logo - Bildquelle: http://www.nationale-plattform-zukunftsstadt.de/

Eine strategische Forschungs- und Innovationsagenda soll künftig sicherstellen, dass sich deutsche Städte und Kommunen nachhaltig entwickeln und lebenswert bleiben. Das ist das Ziel der Nationalen Plattform Zukunftsstadt . Welchen Handlungsbedarf es beim CO2-neutralen, energieeffizienten und klimaangepassten Umbau von Städten und Gemeinden gibt, haben über 100 Experten aus Kommunen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft – auch aus dem IÖR – zusammengetragen. Daraus entstanden ist der Entwurf einer strategischen Innovations- und Forschungsagenda.

Am 30. September stehen die Inhalte des Entwurfes im Mittelpunkt einer Fachkonferenz in Berlin. Zuvor hat das IÖR bereits Stellung zu dem bisherigen Entwurf genommen und Hinweise für die weitere Bearbeitung gegeben. „Es ist erfreulich, dass es eine ressortübergreifende Initiative zum Thema Zukunftsstadt gibt. Obwohl der Entwurf bereits sehr umfassend und beeindruckend ist, gibt es jedoch einige grundsätzliche Aspekte, die aus unserer Sicht noch einmal überarbeitet oder ergänzt werden müssten“, resümiert Professor Bernhard Müller, Direktor des IÖR. So fehle es der Agenda noch an einigen Zukunftsthemen wie etwa Aussagen zum demografischen Wandel, zur Rolle einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft oder zu Genderfragen, erläutert Müller. Auch die Potenziale der Innenentwicklung von Städten und Gemeinden werden nach Ansicht des IÖR noch nicht ausreichend berücksichtigt. Gleiches gilt für bereits bestehende lokale Initiativen zur Nachhaltigkeit. Beim Verweis auf internationale Beispiele gebe es ebenfalls Überarbeitungsbedarf, so Müller.

Bis 2015 soll die Arbeit an den Strategien für Forschung und Innovation abgeschlossen sein. Die Agenda soll dabei helfen, laufende Programme besser aufeinander abzustimmen und Forschungsprojekte auf verschiedenen Ebenen miteinander zu vernetzen. Die Nationale Plattform Zukunftsstadt ist eine Initiative der Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF), für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) sowie für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Ansprechpartner im IÖR:

Prof. Dr. Bernhard Müller, Telefon: (0351) 46 79-211, E-Mail: B.Mueller[im]ioer.de
Prof. Clemens Deilmann, Telefon: (0351) 46 79-251, E-Mail: C.Deilmann[im]ioer.de