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11.07.2014

Kooperation zwischen IÖR und Partnern in Kolumbien wächst

Mit Baumpflanzungen im Umland von Bogotá, der Hauptstadt von Kolumbien, haben Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) die weiteren Kooperationen mit Partnern in dem südamerikanischen Land besiegelt. Das IÖR unterstützt die Regierung in Fragen der ökologischen Raumentwicklung und beim Schutz der biologischen Vielfalt – unter anderem im Rahmen eines deutsch-kolumbianischen Expertenaustauschs.


Fotos: Bernhard Müller und Clemens Deilmann helfen in Kolumbien bei der Aufforstung. (Fotos: IÖR)

Bernhard Müller und Clemens Deilmann helfen in Kolumbien bei der Aufforstung.

Auf Einladung der kolumbianischen Botschaft haben Wissenschaftler des IÖR an einem Kolumbianisch-Deutschen Forum teilgenommen. Rund 100 Experten aus Wissenschaft und Praxis gingen bei dem Treffen der Frage nach, wie Umwelt und Natur in Kolumbien durch eine geeignete Raumordnung besser geschützt werden können. "Es wurde schnell deutlich, dass es keineswegs an Informationen mangelt, die für eine ökologische Raumplanung nötig sind", erläutert Professor Bernhard Müller, Direktor des IÖR. "Das Problem ist eher eine Fülle an kleinen, häufig einzelfallorientierten Planungen. Es mangelt an Kommunikation und Kooperation bei der Abstimmung von Planungsprozessen." Erste Lösungswege, wie Prozesse der Raumplanung künftig optimiert werden können, wurden bei dem Treffen benannt. In verschiedenen deutsch-kolumbianischen Projekten sollen sie nun konkret erarbeitet werden.

Neben dem Direktor des IÖR waren auch die Forschungsbereichsleiter Professor Clemens Deilmann und Professor Wolfgang Wende zu Gast in Kolumbien, um unter anderem mit dem Amt für nationale Planung nächste Schritte der Zusammenarbeit zu besiegeln. Geplant sind wechselseitige Forschungsaufenthalte und die gemeinsame Förderung von Nachwuchswissenschaftlern, zum Beispiel gemeinsame Dissertationen im Rahmen der Dresden Leibniz Graduate School.

Doch nicht nur mit ihren Forschungsergebnissen wollen die Wissenschaftler des IÖR die kolumbianische Regierung dabei unterstützen, verstärkt Umwelt- und Naturschutzaspekte in die Raumplanung des Landes zu integrieren. Bei der Aufforstung eines Savannen-Auwaldes in der Nähe der Hauptstadt Bogotá haben die Vertreter des Institutes nun auch bei der praktischen Umsetzung von Maßnahmen geholfen. Die Pflanzungen dienen dem Ziel, die Reste des Urwaldes zu erhalten und ihn auszuweiten. Er soll künftig nicht nur der Bevölkerung von Bogotá zur Erholung dienen, sondern ist vor allem wichtig, um die biologische Vielfalt in dem Gebiet zu erhalten und zu schützen. Dazu werden bei der Wiederaufforstung Pflanzen verwendet, die aus den Samen der noch vorhandenen Bäume herangezogen wurden.

Ansprechpartner im IÖR:
Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Müller, Telefon: 0351/46 79-211, E-Mail: B.Mueller[im]ioer.de