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19.11.2013

Verknüpftes Denken und Handeln macht Ressourcen nachhaltig nutzbar

Zusammen mit über 80 Experten aus der ganzen Welt haben drei Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) diskutiert, wie sich der Umgang mit natürlichen Ressourcen künftig besser verknüpfen lässt (Nexus-Ansatz). Zu der internationalen Konferenz hatten die Technische Universität (TU) Dresden und das Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources der Universität der Vereinten Nationen (UNU-FLORES) Mitte November eingeladen.


Die internationalen Teilnehmenden der Konferenz. (Foto: UNU-FLORES/Antonio di Vico)

Die internationalen Teilnehmenden der Konferenz. (Foto: UNU-FLORES/Antonio di Vico)

Wasser, Boden und Abfall sind Ressourcen, die nicht unabhängig voneinander betrachtet werden können, denn der Umgang mit der einen hat Auswirkungen auf die anderen Ressourcen. Diese komplexen Wirkungszusammenhänge stehen im Zentrum des "Nexus-Ansatzes". Ziel dieses "verknüpfenden" Konzeptes ist die nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen, indem Grenzen zwischen einzelnen Arbeitsgebieten und wissenschaftlichen Fachrichtungen überwunden und gemeinsam sektorübergreifende Strategien erarbeitet werden.

Bei der Veranstaltung zur "Entwicklung eines Nexus-Ansatzes für das nachhaltige Management von Wasser, Boden und Abfall" Mitte November in Dresden stellten die über 80 Teilnehmenden aus Afrika, Asien, Nord- und Südamerika sowie Europa neueste Initiativen und Forschungsvorhaben vor, die einen Nexus-Ansatz für diese natürlichen Ressourcen verfolgen. In Workshops und Diskussionsrunden ging es unter anderem um die Frage, welche Herausforderungen der globale Wandel mit Klimawandel, demografischen Veränderungen und zunehmender Urbanisierung für den Nexus-Ansatz mit sich bringt. Die Professoren Bernhard Müller und Wolfgang Wende vom IÖR brachten sich intensiv in die Diskussion zu der Frage ein, mit Hilfe welcher Institutionen und Governance-Strukturen sich Forschungsergebnisse zum Nexus-Ansatz erfolgreich in die Praxis einbringen lassen. Professor Jochen Schanze vom IÖR referierte über aktuelle Forschungsergebnisse im Bereich des Integrierten Wasserressourcenmanagements.

Die Veranstaltung war der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Workshops und Konferenzen, die sich in den kommenden Jahren dem Nexus-Thema widmen werden. "Für den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen wird es immer wichtiger, gemeinsam übergreifende Ansätze zu entwickeln. Das ist auch ein Anliegen unseres transdisziplinär arbeitenden Institutes", erläutert Professor Bernhard Müller, Direktor des IÖR. Auch künftig möchte sich das IÖR intensiv in diesen Prozess einbringen. Erst im Oktober hatten die Direktoren von IÖR und UNU-FLORES eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die die enge Zusammenarbeit der beiden Dresdner Institute in diesem Bereich unterstreicht.

Ansprechpartner im IÖR:
Prof. Dr. Bernhard Müller, Telefon: 0351/46 79-211, E-Mail: B.Mueller[im]ioer.de