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13.11.2013

Wie weiter nach dem Bergbau in China? – Forschergruppe aus Asien zu Gast im IÖR

Neue ökologisch orientierte Konzepte für Bergbaufolgelandschaften in China standen im Mittelpunkt der Forschungsreise einer siebenköpfigen Delegation der Chinese University of Mining and Technology (Chinesische Universität für Bergbau und Technologie, CUMT) Xuzhou. Die Forschergruppe aus Asien war eine Woche lang zu Gast im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR).


Die Gäste aus China im IÖR. (Foto: IÖR/Sebastian Tramsen)

Wie sich die Flächen, die der Bergbau in China hinterlässt, künftig nachhaltig nutzen lassen, stand im Fokus einer wissenschaftlichen Konferenz und von Fachgesprächen mit den Gästen aus Asien im IÖR. Gemeinsam mit Vertretern des IÖR und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) besuchten die chinesischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch Braunkohlesanierungsgebiete im Süden von Leipzig. Die Möglichkeiten der Umnutzung ehemaliger Tagebaue sind dabei vielfältig. Sie können zu Erholungsgebieten umgestaltet werden oder auch dem Schutz von Natur und biologischer Vielfalt dienen. Denkbar ist auch, die Flächen verstärkt für die Ansiedlung regenerativer Energien zu nutzen. Gerade die Nutzung solcher erneuerbaren Energiequellen wie der Biomasseanbau, Windkraft und Solarenergie sind aus der chinesischen Perspektive hochinnovative Möglichkeiten einer Folgenutzung.

"Nicht nur der Umgang mit Bergbaufolgelandschaften stellt China aktuell vor große Herausforderungen. Ebenso gravierend ist der ungebremste Zuzug der Landbevölkerung in die Städte", erläutert Professor Wolfgang Wende vom IÖR. Im Rahmen der Reihe "Dresdner Planerforum" stand dieses Thema im Mittelpunkt. Professor Jiang Chang von der CUMT ging in seinem Vortrag auf die Chancen und Risiken der Stadtentwicklung in China ein.

Gefördert wurde der deutsch-chinesische Austausch durch die Robert-Bosch-Stiftung.

Ansprechpartner im IÖR:
Prof. Dr. Wolfgang Wende, Telefon: 0351/46 79-242, E-Mail:W.Wende[im]ioer.de