Sie befinden sich hier: Presse/
04.06.2013

IÖR-Jahrestagung 2013: Ökologischer Stadtumbau – zwischen Dichte und Entdichtung

Steinerner Postplatz, fehlendes Grün auf Alt- und Neumarkt – nicht nur die Umgestaltung großer Flächen im Zentrum von Dresden wirft Fragen auf. Welche Stadt ist auf Herausforderungen wie den Klimawandel oder demografische Veränderungen besser vorbereitet: die eng bebaute, hoch verdichtete Stadt oder die durchgrünte, dafür aber auch weitläufigere? Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) greift dieses kontroverse Thema bei seiner Jahrestagung 2013 auf. Vertreter aus Wissenschaft und Praxis debattieren am 12. Juni im Deutschen Hygiene-Museum Dresden.


foto

Mehr Grün, mehr Stein? – Die Frage, wie ökologischer Stadtumbau gelingen kann, steht im Mittelpunkt der IÖR-Jahrestagung 2013. (Foto: S. Rößler/IÖR)

Die Anforderungen an die Gestaltung zukunftsfähiger Stadtstrukturen sind vielfältig: Einerseits spielen städtische Freiräume eine große Rolle. Sie sind entscheidend, wenn sich Kommunen an den Klimawandel anpassen und gesunde, attraktive Lebensbedingungen erhalten wollen. Auch die biologische Vielfalt in städtischen Räumen steht und fällt mit Menge und Qualität von Grün- und Freiflächen. Andererseits kann die bauliche Innenentwicklung dazu beitragen, kompakte Städte zu erhalten und sparsam mit Ressourcen und Energie umzugehen. Die Diskussion um die Stärkung der Innenentwicklung findet aktuell auch auf legislativer Ebene im Rahmen der Novellierung gesetzlicher Vorschriften wie dem Baugesetzbuch oder der Baunutzungsverordnung statt.

Dieses Spannungsfeld nachhaltiger Stadtentwicklung greift die Jahrestagung des IÖR auf. Sie findet statt

am Mittwoch, 12. Juni 2013, 9.30 bis 17 Uhr

im Deutschen Hygiene-Museum Dresden

Lingnerplatz 1, 01069 Dresden (Martha-Fraenkel-Saal)

Neben Wissenschaftlern des IÖR kommen auch Gäste aus Wissenschaft und Praxis zu Wort. Professor Johann Jessen vom Städtebau-Institut der Universität Stuttgart wird sich mit den städtebaulichen Leitbildern Dichte und Entdichtung auseinandersetzen. Professor Wilhelm Söfker, Ministerialdirigent a. D. im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, geht in seinem Beitrag auf die Entwicklung und Perspektiven des Städtebaurechts ein. Die Sicht der Praxis bringen Stefan Heinig vom Stadtplanungsamt in Leipzig sowie Andrea Gebhard, Präsidentin des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla), in die Diskussion ein.

Auf der IÖR-Jahrestagung werden zentrale Herausforderungen der ökologischen Raumentwicklung zur Diskussion gestellt und nach Lösungsansätzen und Forschungsbedarfen gefragt. Die Tagung richtet sich an Akteure aus Politik, Gesellschaft sowie Wissenschaft.