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13.05.2013

Kooperation in Grenzregionen – Delegation aus Südamerika informiert sich im IÖR

Wie kann die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg funktionieren? Diese Frage stellt sich nicht nur für deutsche Grenzregionen. Auch die Länder Südamerikas wollen näher zusammenrücken. Um von den Erfahrungen in Europa zu lernen, bereisten Vertreter der Andenstaaten Deutschland und seine Nachbarstaaten. Dabei machten sie auch im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) halt.


Gäste aus Bolivien, Ecuador, Kolumbien und Peru trafen sich zum Erfahrungsaustausch mit Wissenschaftlern des IÖR. (Foto: S. Tramsen/IÖR)

Ob der Schutz vor Hochwasser und anderen Umweltrisiken, die Anpassung an den Klimawandel, der Naturschutz oder die Bereitstellung von Geodaten – die Bereiche, in denen die Kooperation über Ländergrenzen hinweg eine Rolle spielt, sind vielfältig. Wichtiger noch: Die Fragen, die sich daran knüpfen, sind in Europa keine anderen als in den Staaten Südamerikas.

Dies zeigte der Besuch einer Delegation von Vertreter aus verschiedenen Staaten Lateinamerikas im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung. Bürgermeister, Mitarbeiter der Außenministerien von Bolivien und Peru sowie Vertreter des Sekretariats der Andengemeinschaft bereisten die Regionen entlang der deutschen Grenze, um sich ein Bild von den Kooperationen vor Ort zu machen. Denn auch in Südamerika wächst das Interesse an grenzüberschreitender Zusammenarbeit, um das Zusammenwachsen von Städten und Wirtschaftsräumen über Ländergrenzen hinweg zu fördern.

Im IÖR erfuhren die Teilnehmer, welche Rolle die Wissenschaft bei grenzüberschreitenden Kooperationen spielt und welche Herausforderungen die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Vertretern der Praxis im Bereich der Raumentwicklung mit sich bringt. Das IÖR hat bereits zahlreiche Projekte mit Partnern aus Tschechien und Polen koordiniert und wissenschaftlich begleitet, darunter Projekte zum grenzüberschreitenden Naturschutz, Risiko- oder Landschaftsmanagement. „Die Erfahrungen, die wir dabei gemacht haben, geben wir natürlich gern weiter", erklärt Professor Bernhard Müller, Direktor des IÖR. "Da wir international auch intensiv mit Partnern in Lateinamerika zusammenarbeiten, war dieses Treffen von besonderer Bedeutung für uns."

Initiiert und organisiert wurde der Erfahrungsaustausch von der Europäischen Kommission und der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG).

Ansprechpartner im IÖR:
Prof. Dr. Bernhard Müller, Telefon: (0351) 46 79-211, E-Mail: B.Mueller[im]ioer.de
Dr. Andreas Otto, Telefon: (0351) 46 79-278, E-Mail: A.Otto[im]ioer.deA.Otto[im]ioer.de