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25.09.2012

Heimvorteil genutzt – Sommerschule der DLGS fand 2012 erstmals im IÖR statt

Bereits zum 7. Mal lud die Dresden Leibniz Graduate School (DLGS) im September zu ihrer Sommerschule ein. Die Doktoranden präsentierten hier den Stand ihrer Forschungsarbeiten. Ziel war es, kommunikative Fähigkeiten zu trainieren, die individuellen Forschungsnetzwerke zu stärken und in einen fachlichen Austausch zwischen verschiedenen Forschungsdisziplinen zu treten. Zum ersten Mal fand die Veranstaltung im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) statt – mit Erfolg.


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Foto: Sabine Scharfe, IÖR

"Städte und Regionen in Zeiten des Wandels widerstandsfähiger machen" (Making Cities an Regions more resilient in times of change) lautete der Titel der Sommerschule in diesem Jahr. Die Forschungsarbeiten der 17 Doktorandinnen und Doktoranden der Graduiertenschule, die an vier Fakultäten der Technischen Universität (TU) Dresden promovieren, verbindet die Suche nach Antworten auf die Frage: Welche Herausforderungen entstehen durch schleichende und plötzliche Krisenereignisse, wie Umweltkatastrophen, ökonomische Umbrüche oder den demografischen Wandel und wie kann planerisch mit ihnen umgegangen werden?

Ihre Forschungsergebnisse zu dieser Frage stellten die Doktoranden der DLGS vor, die seit 2010 ein Stipendium der DLGS beziehen. Ihre Arbeiten sind thematisch breit gefächert und gehen von verschiedenen theoretischen und methodischen Ansätzen aus. Im Unterschied dazu, vereint die Doktoranden des Jahrganges 2012 der theoretische Bezug zur Resilienzforschung. Sie präsentierten den konkreten theoretischen und die geplanten methodischen Ansätze ihres jeweiligen Forschungsvorhabens. Koreferenten aus Wissenschaft und Praxis waren eingeladen, die wissenschaftliche und praktische Relevanz der Arbeiten, die Gültigkeit der Ergebnisse sowie die Plausibiltät der Methodenwahl einzuschätzen.

Zwei wissenschaftliche Vorträge von Professor Simon Joss von der Westminster University in London und Dr. Mark Fleischhauer von der Technischen Universität Dortmund bezogen sich auf das Thema Resilienz im städtischen Kontext und bereicherten so die Veranstaltung.

In den Räumen des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung fand die Sommerschule der DLGS in diesem Jahr eine neue Heimstatt. Mit engagierter Unterstützung durch das Videokonferenzzentrum der TU Dresden konnten hier an zwei der drei Veranstaltungstagen auch die Zweitbetreuer der Doktoranden in den USA, Lettland, Ghana und Großbritannien in die Diskussionen einbezogen werden. Dadurch erhielt die Sommerschule ein von den Teilnehmern sehr gelobtes, internationales Flair. "Durch die räumliche Nähe wurde aber auch der intensive fachliche Austausch mit verschiedenen Wissenschaftlern aus dem IÖR ermöglicht", bilanzierte Professor Bernhard Müller, Leiter der Graduiertenschule, im Nachgang den Erfolg der Sommerschule.