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13.08.2012

Klimawandel und Naturschutz – Konferenz IMPACT zeigt Anpassungsstrategien für Schutzgebiete

Wie Großschutzgebiete an den Klimawandel angepasst werden können, hat das EU-Projekt HABIT-CHANGE untersucht. Mehrere europäische Schutzgebietsverwaltungen und verschiedene Forschungseinrichtungen haben darin unter Federführung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) zusammengewirkt. Die erarbeiteten Anpassungsstrategien werden zusammen mit weiteren internationalen Praxisbeispielen in Dresden vorgestellt. Vom 24. bis 26. September befasst sich die "International Conference on Managing Protected Areas under Climate Change (IMPACT)" mit dem Themenfeld Klimawandel und Naturschutz.


Feuchtgebiet im polnischen Biebrza-Nationalpark – der Klimawandel macht um Schutzgebiete keinen Bogen. Darum bedarf es für diese Gebiete verschiedener Anpassungsstrategien, die unter Federführung des IÖR im EU-Projekt HABIT-CHANGE erarbeitet werden. (Foto: G. & T. Klosowscy/Biebrza National Park)

Die englischsprachige Konferenz bietet eine Plattform, um Wissen und Erfahrungen im Spannungsfeld zwischen Erhalt der Artenvielfalt und Klimawandel auszutauschen. Gastredner der Tagung sind unter anderem Prof. Dr. Wolfgang Cramer, Mitglied des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC), Dr. Rob Jongman von Alterra in Wageningen (Niederlande), Dr. Alejandro Iza von der Weltnaturschutzorganisation IUCN und Dr. Martin Sharman von der Europäischen Kommission.

In sieben Workshops werden folgende Themen diskutiert und Projektergebnisse vorgestellt:

  • Monitoring klimabedingter Auswirkungen
  • Beurteilung der Habitatsensibilität gegenüber dem Klimawandel
  • Modellierung klimabedingter Auswirkungen
  • Aktuelle und künftige Managementpraktiken
  • Auswirkungen des Klimawandels auf Arten und invasive Arten
  • Bewusstseinsbildung und Partizipationsprozesse
  • Rechtliche Aspekte und Empfehlungen für die Politik

Ziel der Konferenz ist es, Wissenschaftler, Manager von Schutzgebieten und Entscheidungsträger auf dem Gebiet des Naturschutzes zusammenzubringen, um für ein besseres Verständnis der komplexen Auswirkungen des Klimawandels auf die lokale Artenvielfalt zu sorgen und auf die dadurch resultierenden notwendigen Anpassungen an das Management der Schutzgebiete hinzuweisen.

Die Anmeldung ist bis zum 7. September möglich (Teilnahmebeitrag bei Anmeldung bis 31. Juli 50 Euro, danach 75 Euro).

Weitere Informationen zur Konferenz, den Workshops und den Exkursionen in die Böhmische Schweiz und die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft unter: www.habit-change.eu/impact

Ansprechpartner im IÖR:
Dr. Marco Neubert, Tel.: (0351) 46 79-274, E-Mail: M.Neubert[im]ioer.de