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17.07.2012

"genialsozial" – IÖR unterstützt sächsische Schüler-Initiative als Arbeitgeber für einen Tag

Bevor in Sachsen die Ferien beginnen, nutzen einige Schülerinnen und Schüler die Zeit, um sich sozial zu engagieren. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) unterstützt eine von ihnen. Im Rahmen der Initiative "genialsozial – Deine Arbeit gegen Armut" stellt es am 17. Juli für einen Tag einen Arbeitsplatz bereit. Der Tageslohn kommt Hilfsprojekten in Entwicklungsländern zugute.


Im Veranstaltungsmanagement des IÖR ist Lisa Scheibner eine große Hilfe. Mit ihrer Arbeit unterstützt sie das Institut und spendet gleichzeitig ihren Lohn für Projekte in ärmeren Ländern. (Foto: IÖR)

Lisa Scheibner ist fast schon ein alter Hase im Projekt "genialsozial". Schon zum dritten Mal nimmt die 15-Jährige an der Aktion der Sächsischen Jugendstiftung teil. Dieses Mal arbeitet die Schülerin vom Dresdner Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium im IÖR am Weberplatz. Hier war sie auch vor zwei Jahren schon einmal. Weil sie damals erst 13 Jahre alt war, durfte sie nicht länger als zwei Stunden arbeiten. Nun sind es schon sechs Stunden. Den Lohn für diese Arbeitszeit nimmt Lisa Scheibner nicht als Taschengeld mit nach Hause. Stattdessen spendet sie das Geld dem Projekt "genialsozial" und hilft damit Kindern und Jugendlichen in Entwicklungsländern.

"Als Schülerin habe ich kein Geld, das ich spenden könnte. Deshalb finde ich es gut, dass ich auf diesem Weg Hilfsorganisationen unterstützen kann", erklärt die Schülerin ihr Engagement. Der Großteil der Spenden fließt in die Entwicklungshilfe. In diesem Jahr haben sich die die sächsischen Schüler für Projekte in Guyana, Indien und Tansania entschieden. In Guyana helfen sie straffällig gewordenen Jugendlichen dabei, einen Beruf zu erlernen, in Indien erhalten Mädchen in einem Kinderheim neue Schlafräume und in Tansania helfen die Spendengelder beim Bau einer Oberschule für körperbehinderte Jugendliche.

"Wir selbst arbeiten in verschiedenen Forschungsprojekten mit Entwicklungsländern zusammen. Dabei bleiben uns natürlich die sozialen Probleme vor Ort nicht verborgen", berichtet Professor Bernhard Müller, der Direktor des IÖR. "Die Aktion ist auch für uns eine gute Gelegenheit, einen kleinen Beitrag für die Menschen in Entwicklungsländern zu leisten", erklärt er. Zudem unterstützt das IÖR mit seiner Teilnahme auch die Jugend in Sachsen, denn 30 Prozent des Geldes können die beteiligten Schulen für eigene soziale Projekte vor Ort nutzen.

Weitere Informationen zur Initiative "genialsozial".