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11.06.2012

Forschung mit politischer Relevanz – Wissenschaftler des IÖR treffen Abgeordnete des Bundestages

Mit neuen Ergebnissen ihrer Forschung im Gepäck reisen morgen vier Wissenschaftler des Leibniz-Institutes für ökologische Raumentwicklung (IÖR) nach Berlin. Bis Mittwoch treffen sie verschiedene Abgeordnete des Bundestages zu persönlichen Gesprächen. Möglich macht dies die Aktion "Leibniz im Bundestag", eine Initiative der Leibniz-Gemeinschaft.


Was kostet es, Abwasser dezentral zu entsorgen anstatt wie bisher über zentrale Systeme? Wie wohnen ältere Menschen heute und in Zukunft und was bedeutet dies für Kommunen und die Wohnungswirtschaft? Zehn Jahre Elbehochwasser: Welche Schlüsse lassen sich aus heutiger Sicht ziehen? Wie entwickelt sich die Flächennutzung und wie lässt sich Flächenverbrauch reduzieren? – Die Themen, die das IÖR erforscht, sind so vielfältig wie spannend – und sie bewegen auch die Politik auf Bundesebene. Das zeigt das Interesse der Abgeordneten des Deutschen Bundestages.

Sieben Abgeordnete aus allen fünf Fraktionen haben Einzelgespräche mit den Wissenschaftlern des IÖR vereinbart. Es geht um aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie den demografischen Wandel, Ressourceneffizienz und den Umgang mit den Folgen des Klimawandels. Der fachliche Austausch dazu ist Teil der Initiative "Leibniz im Bundestag". Die Aktion wird von der Leibniz-Gemeinschaft mit Sitz in Berlin organisiert. Sie vereint unter ihrem Dach 86 selbstständige Forschungseinrichtungen, darunter auch das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung in Dresden.

Der Dialog mit der Politik ist ein zentraler Teil der Arbeit des IÖR. "Wir forschen zu gesellschaftlich hoch relevanten Themen. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Forschungsergebnisse von der Politik wahrgenommen werden", so Prof. Bernhard Müller, Direktor des IÖR.

Die Idee zum persönlichen Austausch zwischen Wissenschaft und Politik stammt ursprünglich aus Australien. 2008 führte die Leibniz-Gemeinschaft die Aktion zum ersten Mal in Deutschland durch, damals noch unter dem Titel "Science meets Parliament".