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08.07.2011

IÖR-Forschung auf UNESCO-Konferenz "Biosphärenreservate und Klimawandel"

Feuchtgebiete und Flusslandschaften – so genannte wassergebundene Ökosysteme - aber auch Wälder und alpine Graslandschaften werden von Veränderungen durch den Klimawandel zunehmend betroffen sein.


Dr. Marco Neubert (links) und Sven Rannow präsentieren das vom IÖR geleitete Projekt HABIT-CHANGE als Best-Practice-Beispiel auf der UNESCO-Konferenz "Biosphärenreservate und Klimawandel" in Radebeul. (Foto: IÖR)

Das in Dresden ansässige Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) leitet das Projekt "HABIT-CHANGE", bei dem am Beispiel der Biosphärenreservate "Flusslandschaft Elbe-Brandenburg", "Donaudelta" (Rumänien-Ukraine), "Vessertal-Thüringer Wald" und weiteren National- und Naturparks diese absehbaren Auswirkungen und geeignete Anpassungs- und Managementstrategien zur Bewältigung der Folgen untersucht werden. 17 Schutzgebietsverwaltungen, Naturschutzbehörden und Forschungseinrichtungen aus Mittel- und Osteuropa beteiligen sich als Partner des EU-finanzierten Projektes.

Auf der internationalen Konferenz zum 40. Jahrestag des UNESCO-Umweltprogramms „Der Mensch und die Biosphäre" am 27. und 28. Juni 2011 in Radebeul (bei Dresden) wurde das Projekt als ein Beispiel für Good Practice präsentiert. HABIT-CHANGE ist neben 27 weiteren Projekten weltweit ausgewählt worden.

Bei "HABIT-CHANGE" werden Managementstrategien und -maßnahmen in Schutzgebieten ausgewertet und verbessert. "Damit können sich die Gebietsverwaltungen auf die Wirkungen des Klimawandels vorbereiten und ihre Arbeit an die veränderten Bedingungen anpassen", sagt Projektleiter Dr. Marco Neubert vom IÖR. Mit Hilfe eines Monitoringkonzepts sollen die verantwortlichen in Schutzgebieten rechtzeitig Veränderungen erkennen und Anpassungen – wie etwa des Wassermanagements – vornehmen können. Dieses Konzept zum Überwachen von Veränderungen der Habitate aufgrund von Änderungen im Klima oder der Landnutzung wird auch bei "HABIT-CHANGE" entwickelt.

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für eine dauerhaft umweltgerechte Entwicklung von Städten und Regionen im nationalen und internationalen Zusammenhang. Die Ausrichtung der Forschung zielt auf Antworten für ökologische Fragen nachhaltiger Entwicklung.

Ansprechpartner für Rückfragen: Dr. Marco Neubert, 0351/4679-274, M.Neubert[im]ioer.de

Weitere Informationen: http://www.habit-change.eu