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13.10.2010

Regionalentwicklung und Bergbaufolgelandschaften stehen auf der "euregia 2010" in Leipzig beim IÖR im Mittelpunkt

Welchen Herausforderungen bei Klima und Demografie müssen sich Städte, Regionen und Landschaften im Europa in der Zukunft stellen? Fragen und Antworten präsentiert das Leibniz-Institut für Ökologische Raumentwicklung Dresden auf der Fachmesse „euregia 2010“ vom 25. bis 27. Oktober 2010. Standort- und Regionalentwicklung in Europa stehen im Mittelpunkt der Messe mit Tagung im Congress Center Leipzig.


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Foto IÖR

Das IÖR stellt dieses Jahr den Umgang mit den Folgen des sich ändernden Klimas in den Mittelpunkt.  Unter dem Titel "Perspektiven im Zeichen des Klimawandels" (25. Oktober) präsentieren Wissenschaftler das transdisziplinäre Forschungsprojekt REGKLAM ("Regionales Klimaanpassungsprogramm für die Modellregion Dresden"). Bei REGKLAM erarbeiten Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung Strategien, mit denen sich die Region auf den Klimawandel einstellen kann.  Referenten der Technischen Universität Dresden, der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, des Umweltamtes Dresden, des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft sowie des IÖR geben Einblicke in die regionalen Herausforderungen. Die Ergebnisse werden auf andere Gegenden übertragbar sein. Regionale Strategien sind auch deshalb zunehmend gefragt, da die globalen Mittelwerte auf einzelne Landstriche nicht zutreffen müssen.

Wie sich der Klimawandel auf Schutzgebiete wie den Balaton (Ungarn) oder Europas größten Nationalpark, das Donau-Delta, auswirken kann, untersucht das INTERREG-Vorhaben HABIT-CHANGE (27. Oktober). Der Vortrag dazu und Präsentationen (Stand S13) laden zu Diskussionen ein. Das Projekt TransEcoNet  (Stand S11) stellt Strategien vor, mit denen sich zentraleuropäische ökologische Netzwerke aufbauen und managen lassen.

Daneben stehen Fragen der Regionalentwicklung im Fokus.  Bad Schlema im Erzgebirge hat nach dem Ende des Uranbergbaus einen Aufschwung als Kurort genommen und seine Chancen auch sonst genutzt. Beispielsweise soll dort ab kommendem Jahr eine Schule mit Grubenwasser beheizt werden.  Warum gelang es Bad Schlema besser als anderen Kommunen und Regionen, nach dem Ende einer Bergbau-Ära eigene Potenziale  zu nutzen? Die Probleme und Potenziale von Bergbaufolgelandschaften sind Thema  des  Symposiums "Gibt es ein Leben nach dem Bergbau?" (27. Oktober) zum EU-Projekt ReSOURCE.  Experten aus sieben Ländern diskutieren, welche Voraussetzungen Kommunen bei der erfolgreichen Regeneration benötigen.    

Fragen der grenzüberschreitenden Harmonisierung von Geobasisdaten werden bei einer Fachveranstaltung am (26. Oktober) anhand von zwei deutsch-tschechischen Projekten diskutiert.

Alle zwei Jahre kommen Fachexperten aus Praxis und Wissenschaft auf der "euregia" zusammen, um neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Stadt- und Regionalentwicklung zu  diskutieren. Das IÖR nutzt die Fachmesse als Forum für den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis und stellt aktuelle Forschungsergebnisse zur Debatte.

Informationen zu Programm, Online-Registrierung und Anreise finden Sie unter www.euregia-leipzig.eu