Sie befinden sich hier: Presse/

09.07.2009

Start einer Befragung zu behindertengerechtem Wohnen in Dresden

Etwa jeder 8. Dresdner lebt mit einer Behinderung. Über die Wohnsituation behinderter Menschen ist jedoch nur wenig bekannt. Im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden beginnen Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) im Juli daher mit einer Befragung zum alten- und behindertengerechten Wohnen in Dresden. Rund 4.500 schwerbehinderte Dresdner Bürgerinnen und Bürger erhalten in den kommenden Tagen Post mit einem Fragebogen des Instituts. Das IÖR bittet die Dresdnerinnen und Dresdner, die einen Fragebogen erhalten, die Arbeit zu unterstützen. Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig und die Auswertung der Fragebögen erfolgt in anonymisierter Form.

Anliegen der Befragung ist es, die Wohnsituation und die Wohnbedürfnisse behinderter Menschen zu untersuchen: Genügt der Wohnungsbestand in der Landeshauptstadt den besonderen Ansprüchen behinderter Menschen? Sind im größeren Umfang Verbesserungen (z. B. durch Umbaumaßnahmen) notwendig? Welche aktuellen Umbaubedarfe bestehen? Darüber hinaus ist es Ziel der Wissenschaftler, den zukünftigen Bedarf nach behindertengerechten Wohnungen abzuschätzen. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen in das wohnungspolitische Konzept der Landeshauptstadt Dresden einfließen und die Lebenssituation behinderter Menschen verbessern helfen.

Von den etwa 63.500 behinderten Menschen, die 2007 in Dresden lebten, waren ca. 21.700 Bürger erheblich bzw. außergewöhnlich gehbehindert und deshalb in hohem Maße auf barrierefreie Wohnungen einschließlich besonderer Ausstattungen sowie auf ein möglichst barrierefreies Wohnumfeld angewiesen. Die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung steigt im hohen Alter stark an. Durch die anhaltende Alterung der Gesellschaft ist somit zukünftig mit einem steigenden Bedarf an behindertengerechten Wohnungen zu rechnen.

Das IÖR ist eine gemeinnützige Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der ökologischen Raumentwicklung. Als Teil seiner Arbeit beschäftigt es sich in mehreren Forschungsprojekten mit Aspekten der Wohnungsnachfrage- und Wohnungsbestandsentwicklung.

Ansprechpartner im IÖR:
Juliane Banse, Tel.: 0351 / 4679 258
Holger Oertel, Tel.: 0351 / 4679 249

www.ioer.de

PDF-Download

Pressemitteilung als PDF