Zwischenkolloquium zum Planungslabor „Raumbilder Lausitz 2050“ – Präsentation der ersten Ergebnisse

Welche Folgen hat der Strukturwandel für die räumliche Entwicklung der Lausitz und wie lässt sich der Prozess möglichst zukunftsorientiert gestalten? Dieser Frage widmet sich seit März dieses Jahres das Planungslabor „Raumbilder Lausitz 2050“. Vier interdisziplinäre Teams entwerfen räumliche Visionen für eine möglichst nachhaltige Entwicklung der Region. Bei einem Zwischenkolloquium Mitte Juli im Soziokulturellen Zentrum TELUX in Weißwasser haben die Teams erste Ergebnisse präsentiert und mit Expert*innen der Raumentwicklung und aus der Region diskutiert. Der Austausch gab wichtige Anregungen für die zweite Bearbeitungsphase. Die finalen Ergebnisse präsentieren die Teams am 16. September bei einem Abschlusskolloquium.

Das Zwischenkolloquium zum Planungslabor „Raumbilder Lausitz 2050 - Nachhaltige Transformation entwerfen“ stand ganz im Zeichen der kritischen Reflexion und Diskussion der ersten Entwürfe. Neben regionalen Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis standen den vier beteiligten Teams, u. a. mit Dr. Markus Eltges, Leiter des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), und Prof. Rainer Danielzyk, Generalsekretär der ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft, ausgewiesene Experten der Raumentwicklung beratend zur Seite.

Nach dem feierlichen Auftakt des Planungslabors im März und einer zweitätigen Exkursion durch die Lausitz im April, schloss das Zwischenkolloquium Mitte Juli die erste Bearbeitungsphase ab. Den Mittelpunkt bildeten die Raumvisionen, die die vier Teams in den vergangenen Wochen und Monaten entworfen haben. Einen Tag lang wurden sie im Rahmen einer Werkstatt diskutiert. Die Entwürfe zeigen räumliche Visionen und Raumbilder für eine nachhaltige Transformation der Region, die themenübergreifend Projektansätze im Strukturwandel räumlich verankern, Vernetzungen und Wechselwirkungen darstellen und damit Szenarien für neue Lebenswelten entwerfen. Die Entwürfe zeigen eine große Ideenvielfalt, unterschiedliche Arbeitsansätze und eine Breite thematischer Schwerpunkte. So sind nicht nur wirtschaftliche Motoren und regionale Mobilität Gegenstand der Raumvisionen. Auch Themen wie Gemeinwohlorientierung, landschaftliche Potenziale, Wasserknappheit und die Rolle von Bildung und Forschung rücken in den Fokus.

Das Zwischenkolloquium war ein wichtiger Meilenstein, der dem intensiven Austausch und der Kritik der Strategieansätze und Pläne diente. Die Diskussionen beleuchteten mögliche Synergien und Konfliktpunkte regionaler Entwicklung und gaben wichtige Anregungen für die weitere Bearbeitung durch die Teams. Die finalen Raumbilder werden bei einem Abschlusskolloquium am 16. September voraussichtlich in Cottbus präsentiert.

Hintergrund
Das Planungslabor "Raumbilder Lausitz 2050 – Nachhaltige Transformation entwerfen" ist Teil des Projektes "Wissenschaftliche Unterstützung und Begleitung der Transformation in der Lausitz", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Das Projekt erarbeitet auf wissenschaftlicher Basis Vorschläge für die Gestaltung eines gelingenden Strukturwandels in der Region. Es wird im Interdisziplinären Zentrum für transformativen Stadtumbau (IZS) umgesetzt, welches das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) gemeinsam mit dem Internationalen Hochschulinstitut (IHI) Zittau der Technischen Universität Dresden in Görlitz betreibt. Das IÖR/IZS wird bei der Durchführung des Planungslabors durch "KARO*architekten Kommunikation I Architektur I Raumordnung" aus Leipzig unterstützt.
Informationen zum Projekt

Kontakt im IÖR/IZS
Prof. Dr. Robert Knippschild, E-Mail: R.Knippschildioer@ioer.de
Dr. Antje Matern, E-Mail: A.Maternioer@ioer.de
Jessica Theuner, E-Mail: J.Theunerioer@ioer.de

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Das Institut wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.