Die vierte IÖR-Tagung „Raum & Transformation“ nimmt vom 22. bis 24. September 2026 die Beziehung zwischen Digitalisierung und transformativer Governance in Forschung, Politik und Praxis in den Blick. Welche Chancen, aber auch Konflikte bergen die beiden Entwicklungen für den transformativen Wandel von Städten und Regionen in Richtung Nachhaltigkeit? Den Start macht am 22. September die Summer School für Promovierende zum Thema der Tagung, ausgerichtet von der Dresden Leibniz Graduate School (DLGS). Das Programm der Tagung ist online, die Anmeldung bis 13. September möglich.
Im Mai 2026 hat das Bundeskabinett die Formulierungshilfe für ein Bundeserprobungsgesetz beschlossen. In Stellungnahmen zum geplanten Gesetz fordern sowohl das bundesweite Netzwerk „Reallabore der Nachhaltigkeit“ wie auch die Gesellschaft für Transdisziplinäre und Partizipative Forschung (GTPF) Nachbesserungen. Das IÖR ist Mitglied beider Organisationen, war an der Erarbeitung der Stellungnahmen beteiligt und unterstützt die Forderungen.
„Bachbettgeschichten – Naturnahe Gewässerentwicklung in Dresden“ heißt ein Animationsfilm, der im Rahmen des EU-Projektes ReBioClim entstanden ist. Fisch Egon erklärt darin, warum die Renaturierung von Bächen und Flüssen in dicht besiedelten Stadtquartieren wichtig ist und welche Vorteile sie für die biologische Vielfalt, die Klimaanpassung und die Lebensqualität bringt.
Wie gut sind Städte auf Hitze, Trockenheit und Starkregen vorbereitet? Im Projekt „Stadtklimadashboard – Praxistest von Indikatoren zur Stadtklimaanpassung“ hat das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) gemeinsam mit Partnern für das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) sowie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) eine Webanwendung entwickelt. Das Stadtklimadashboard stellt zentrale Indikatoren zur Klimaanpassung in deutschen Städten gebündelt online zur Verfügung. Für den Praxistest der Anwendung suchen die Forschenden des…
Um bundesweit bis 2050 eine nachhaltige Flächenentwicklung zu erreichen, braucht es eine integrierte und konsequente Steuerung und größere Anstrengungen als bisher. Dies machte Martin Behnisch, Leiter des Forschungsbereiches „Raumbezogene Information und Modellierung“ im IÖR, bei einem öffentlichen Fachgespräch des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen am 20. Mai deutlich. Er war zu dem Fachgespräch als Sachverständiger geladen, ebenso wie Inga Glander von der Bundesstiftung Baukultur, die in ihrem Vortrag den Schwerpunkt auf die Umnutzung und nachhaltige…
Hitzewellen, Starkregen, Dürre, Überschwemmung, Erdrutsche und Lawinen – die Risiken von Naturgefahren sind vielfältig miteinander verknüpft und erweisen sich zunehmend als komplexe Herausforderung. Wie lassen sich die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Gefahren und die daraus resultierenden multiplen Risiken beherrschen? – Dieser Frage widmete sich das Jahrestreffen des Arbeitskreises Naturgefahren und Naturrisiken der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) unter der Überschrift „Resilience to Multi-Risk“ im April 2026. Das IÖR war Gastgeber und Ausrichter der Veranstaltung.
Eine neue Studie von Forschern aus den Niederlanden und Deutschland kommt zu dem Ergebnis, dass urbane Landwirtschaft in europäischen Städten jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen Gemüse produzieren könnte. Dies entspräche etwa einem Drittel der derzeitigen Gemüseproduktion in der Region. Die in der Fachzeitschrift „Sustainable Cities and Society“ veröffentlichte Studie analysiert systematisch das Potenzial urbaner Landwirtschaft für 840 Städte in 30 europäischen Ländern.
Mit Bestürzung hat das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) die Nachricht vom frühen Tod von Prof. Dr. Beate Jessel aufgenommen. Sie ist im April im Alter von 63 Jahren verstorben. Von 2001 bis 2006 war Beate Jessel Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des IÖR und hat in dieser Funktion die Entwicklung des Institutes intensiv begleitet.
Ob Laserscandaten, Geländemodelle, Liegenschaftskataster, Landnutzungsdaten – Wissenschaft, Wirtschaft und öffentliche Verwaltung erheben und sammeln Daten in großem Umfang. Und sie stellen diese offen zur Verfügung. Doch wie lässt sich aus den verfügbaren Daten ein Mehrwert für Gesellschaft und Wissenschaft gewinnen – und dies nicht nur durch Fachleute? Unter der Überschrift „Geodaten – nutzbar und erlebbar machen. Potenziale für nachhaltigen Wandel erschließen“ geht die aktuelle Frühjahrsreihe des IÖR-Forum dieser Frage nach.
Wie kann der Wandel zur klimaneutralen Stadt gelingen und welche Rolle spielen dabei der Wissensaustausch und das Zusammenwirken vieler Akteure aus diversen stadtgesellschaftlichen Bereichen? Vier Jahre lang hat das Projekt TRUST diese Frage in der Stadt Görlitz bearbeitet. Unter Federführung des Interdisziplinären Zentrums für transformativen Stadtumbau (IZS) haben in dem Projekt zahlreiche Görlitzerinnen und Görlitzer intensiv zusammengearbeitet, um die Stadt zukunftsfähig zu gestalten. Die Erfahrungen sind in verschiedenen Publikationen dokumentiert. Sie sollen dabei unterstützen, den Weg…
Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.