Kooperation erweitert: UNU-FLORES und IÖR entwickeln gemeinsam integrierte Ansätze für Nachhaltigkeit weiter

Bereits seit 2013 kooperieren das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und das zur United Nations University gehörende Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources (UNU-FLORES) mit Sitz in Dresden. Nun haben beide Einrichtungen ihre langjährige Zusammenarbeit zu Fragen nachhaltiger Entwicklung und Ressourcennutzung erweitert. Im Fokus stehen innovative Lösungen für komplexe globale Herausforderungen, die einen integrierten und sektorenübergreifenden Ansatz erfordern.

Im Rahmen des vom IÖR organisierten International Land Use Symposiums (ILUS) haben Professorin Edeltraud Günther, Direktorin von UNU-FLORES, und Professor Marc Wolfram, Direktor des IÖR, eine aktualisierte Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Das Memorandum of Understanding (MoU) markiert einen wichtigen Meilenstein in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit beider Einrichtungen. Die Vereinbarung gilt für fünf Jahre. Sie zielt darauf ab, die Effektivität und Reichweite der Forschungs- und Transferarbeit beider Einrichtungen in zentralen Themenfeldern zu erweitern und zu vertiefen.

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von systemischen Denk- und Handlungsansätzen sowie Governance-Modellen, die eine integrative und nachhaltige Ressourcennutzung ermöglichen. Entsprechend dem von UNU-FLORES verfolgten Nexus-Konzept, das Zusammenhänge zwischen diversen Ressourcenarten wie Energie, Wasser, Boden, Materialien und Biodiversität adressiert, arbeitet auch das IÖR intensiv an deren räumlichen und systemischen Verflechtungen.

Zentrales Element der Kooperation ist der Austausch von Wissen und die gemeinsame Durchführung von Forschungsprojekten. Zudem werden UNU-FLORES und IÖR ihre Netzwerkarbeit enger koordinieren und zum Beispiel gemeinsame Konferenzen und Veranstaltungen organisieren sowie die Ergebnisse ihrer Arbeit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Zur Kooperation gehören darüber hinaus auch gemeinsame Aktivitäten im Bereich der Aus- und Weiterbildung, wie die Entwicklung von E-Learning-Angeboten, Gastvorträge und die Betreuung von Promovierenden – wie etwa im Rahmen des seit 2023 laufenden Stipendienprogramms NEXtra (Resource Nexus for Sustainability Transformations).

Seit 2015 haben IÖR und UNU-FLORES mehrmals gemeinsam die internationale „Dresden Nexus Conference (DNC)“ ausgerichtet. Die Veranstaltungsreihe wird zukünftig durch das neue MoU im Rahmen der „Dresden Nexus Community“ weitergeführt und ergänzt – einer Plattform für nationale und internationale Expert*innen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft, die unter Bezug auf das Nexus-Konzept zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen arbeiten und gemeinsam nach neuen Lösungsansätzen suchen.

„Die enge Kooperation mit UNU-FLORES ist Ausdruck eines gemeinsamen Engagements für eine nachhaltige Zukunft“, sagt Professor Marc Wolfram, Direktor des IÖR. „Während der Zugang bei UNU-FLORES insbesondere mit Blick auf Ressourcen und deren Nutzung erfolgt, verfolgt das IÖR primär Fragen der Stadt- und Regionalentwicklung. Insofern verknüpfen wir hier die jeweiligen Stärken der beiden Einrichtungen und können so erhebliche Synergieeffekte nutzen. Ziel des IÖR ist es dabei, Beiträge zu einer nachhaltigen Transformation von Städten und Regionen verstärkt auch im internationalen Kontext zu leisten.“

„Unsere Zusammenarbeit reicht von Forschungskooperationen und der gemeinsamen Betreuung von Promovierenden bis hin zur gemeinsamen Organisation von großen Konferenzen wie der Dresden Nexus Conference. Wir sind bestrebt, diese Partnerschaft zu vertiefen und auszubauen, indem wir die Dresden Nexus Community als Netzwerk von Forschenden entwickeln, die sich mit der Vernetzung von Umweltressourcen wie Wasser, Boden, Biota, Material, Klima, Raum, Abfall, Energie, Nahrung an Land und auf See, dem Resource Nexus, befassen. Angesichts der sich ergänzenden Kompetenzen, die das IÖR und UNU-FLORES in die Zusammenarbeit einbringen, bin ich überzeugt, dass sowohl einzelne Wissenschaftler*innen als auch die breitere Gemeinschaft von DRESDEN-concept e.V. von unseren Errungenschaften profitieren werden“, erläutert Professorin Edeltraud Günther, Direktorin von UNU-FLORES.

Über UNU-FLORES

Das United Nations University Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources (UNU-FLORES) wurde gegründet, um als Forschungsinstitut mit einer politikorientierten Agenda einen Beitrag zum Auftrag der UNU zu leisten. Es ist als globaler Think Tank und Organisation für die postgraduale Lehre zu sehen, ebenso wie als Drehscheibe für Fortbildung, Kapazitätsaufbau und Wissensverbreitung. Im Mittelpunkt steht der Ressourcen-Nexus-Ansatz – ein ganzheitlicher Rahmen, der sich mit den Zusammenhängen und Zielkonflikten zwischen Umweltressourcen wie Wasser, Boden, Materialien, Biozönosen, Klima und Raum sowie Nahrungsmitteln, Abfall und Energie an Land und auf See befasst.

Weitere Informationen unter: https://unu.edu/flores

Wissenschaftlicher Kontakt im IÖR
Prof. Dr. Marc Wolfram (Direktor), E-Mail: m.wolframioer@ioer.de

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.