IÖR bei der COP30 in Belém: Integration von Wissen aus Gesellschaft und Wissenschaft für systemische Nachhaltigkeit

Mit gleich zwei Veranstaltungen setzen Leibniz-Institute des Leibniz-Labs „Systemische Nachhaltigkeit“ – darunter auch das IÖR – und ihre Partner auf der Weltklimakonferenz COP30 in Belém deutliche Akzente für Transformation zu mehr Nachhaltigkeit. Im Mittelpunkt stehen kreative Wege für globalen Klimaschutz und der Ansatz der systemischen Nachhaltigkeit, der ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Zusammenhänge als untrennbares Ganzes begreift. 

1. Kunst, indigenes Wissen und Wissenschaft – neue Wege für globalen Klimaschutz

Am 11. November 2025 (11:30 bis 13:00 Uhr) laden die Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen, die International Society for Environmental Epidemiology, das Leibniz-Lab „Systemische Nachhaltigkeit“ und die internationale Jugendinitiative Climate Live zu einem Side Event in die Blue Zone (Side Event Room 2) der COP30 ein.

Unter dem Titel „Zwischen Kunst, indigenem Wissen und Wissenschaft – neue Wege für globalen Klimaschutz“ diskutieren internationale Expert*innen, wie kreative Ansätze, traditionelles Wissen und wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenwirken können, um Klimaschutz, Gesundheit, Biodiversität und soziale Teilhabe zu fördern.

Zu den Sprecher*innen gehören unter anderem:
•    Bareo Hassan, Verkehrsministerium Äthiopiens
•    Dr. Mary B. Rice, Harvard T.H. Chan School of Public Health
•    PD Dr. Marion Glaser, Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT)
•    Prof. Dr. Markus Huff, Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM)
•    Tafadzwa Chando, Climate Live

Moderiert wird die Veranstaltung von Donald Sandmann, politischer Leiter der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen.

Das Leibniz-Lab „Systemische Nachhaltigkeit“ wird durch Beiträge des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) und des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) repräsentiert. Beide Institute haben die Teilnahme gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) initiiert und organisiert unter der Koordination des IWM.

Hinweis:
Das Side Event in der Blue Zone ist für akkreditierte Presse und registrierte Teilnehmende der COP30 zugänglich.

2. Konferenz zu systemischer Nachhaltigkeit an der Bundesuniversität Pará

Parallel zur COP30 findet vom 13. bis 16. November 2025 an der Bundesuniversität Pará (UFPA) in Belém eine internationale Konferenz zu systemischer Nachhaltigkeit mit begleitender Fachexkursion statt. Veranstalter sind die UFPA, das Leibniz-Lab „Systemische Nachhaltigkeit“ sowie drei UNESCO-Lehrstühle aus Portugal, Japan und Deutschland.

Die Konferenz wurde von der UFPA, dem Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) und dem Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) konzipiert und organisiert, mit Beiträgen aus dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), dem Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA), dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). 

In Fachvorträgen, Panels und interaktiven Formaten diskutieren Forschende, Studierende sowie Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Fragen zu Biodiversität, Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung.

Den Abschluss bildet eine Exkursion in die Küstenregion um Bragança, bei der die Teilnehmenden lokale Forschungseinrichtungen, Fischereien und Initiativen zur nachhaltigen Ressourcennutzung besuchen – ein praxisnahes Beispiel für systemische Nachhaltigkeit.

Aufzeichnung der Session 1a "LL-SYSTAIN - The Leibniz Lab for ‘Systemic Sustainability’" auf YouTube

Komplettes Konferenzprogramm (PDF) als Download 

Teilnehmende Leibniz-Institute des Leibniz-Labs „Systemische Nachhaltigkeit“
•    ATB – Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie, Potsdam
•    GIGA – Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien, Hamburg
•    IÖR – Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, Dresden
•    IWM – Leibniz-Institut für Wissensmedien, Tübingen
•    PIK – Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Potsdam
•    ZALF – Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung, Müncheberg
•    ZMT – Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung, Bremen

Der Text ist eine gekürzte Fassung der Originalversion auf der Website der Leibniz-Gemeinschaft (Autorin: Andrea Daschner, ZMT)

Wissenschaftlicher Kontakt im IÖR
Prof. Dr. Jochen Schanze (Sprecher des Leibniz-Labs „Systemische Nachhaltigkeit ”), E-Mail: j.schanzeioer@ioer.de

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.