Frohe Feiertage

wünscht das Team des IÖR

Wir danken allen, die 2025 gemeinsam mit uns zu zentralen Fragen und Herausforderungen geforscht und an geeigneten Lösungen gearbeitet haben. Ein herzlicher Dank geht auch an all jene, die unsere Arbeit in vielfältiger Weise unterstützen und fördern.

Wir wünschen allen einen heiteren Jahreswechsel mit Zeit für Erholung und zum Kraft tanken. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte und Erfahrungen im Jahr 2026. 

Unser Motiv: 
Räumliche Gerechtigkeit – eine zentrale Herausforderung beim nachhaltigen Wandel

Mit unserem Motiv zum Jahreswechsel möchten wir in diesem Jahr das Augenmerk auf räumliche Gerechtigkeit lenken. Sie ist ein zentrales Anliegen unserer Arbeit am IÖR. Und sie ist maßgeblich, wenn es um den tiefgreifenden Wandel zu nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweisen geht. 

Räumliche Gerechtigkeit hat damit zu tun, wie Vorteile und Belastungen, Rechte und Chancen verteilt sind und wie Teilhabe an Wandlungsprozessen und der Zugang zu relevantem Wissen gegeben sind. Ob Nachbarschaften, Stadtregionen, ländliche Räume, globale Peripherien oder Zentren – durch die Entwicklung all dieser Räume können diverse Ungleichheiten entstehen – auch und vor allem über die verschiedenen Maßstabsebenen hinweg. 

Wie sind Regionen von Umweltbelastungen und Klimarisiken betroffen und welche Verantwortung tragen sie selbst oder andere hierfür? Wer profitiert von Anpassungen an den Klimawandel, und wer trägt die Kosten? Wer generiert Wissen und wer kann es nutzen, um sich anzupassen, an Veränderungen zu beteiligen oder von diesen zu profitieren? Welche Gruppen oder Kulturen bleiben dabei ausgeschlossen, wessen Interessen finden Berücksichtigung, und wer entscheidet letztlich über Veränderungen oder gestaltet diese aktiv?  

Sollen Nachhaltigkeitstransformationen gelingen, braucht es Antworten auf diese Fragen. Am IÖR erforschen wir, wie räumliche Ungerechtigkeiten entstehen und wie wir sie überwinden können. Wir zielen mit unserer Arbeit darauf ab, Beiträge für eine räumliche Entwicklung zu leisten, „die es den Menschen ermöglicht, innerhalb ökologischer Grenzen zu prosperieren und gleichzeitig planetare Gerechtigkeit zu gewährleisten“. So steht es auch in unserem Leitbild. Wir tun dies nicht allein, sondern zusammen und im regen Austausch mit Gleichgesinnten aus Wissenschaft und Praxis.

Im zu Ende gehenden Jahr 2025 haben wir Fragen räumlicher Gerechtigkeit gemeinsam mit Partnern zum zentralen Thema einer Summer School gemacht. Unter der Überschrift „Justice in an interlinked world“ haben sich Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen mit räumlichen Ungerechtigkeiten im Kontext von Stadt und Land sowie von globalem Süden und globalem Norden befasst. Dabei weiteten sie den Blick von verschiedenen Perspektiven der Gerechtigkeit auf Fragen der Verteilung, Anerkennung und Partizipation insbesondere bezüglich Intersektionalität und Regeneration. Die Summer School ermöglichte es den Teilnehmenden, sich damit auseinanderzusetzen, wie räumliche Konfigurationen und Nachhaltigkeitsprozesse unbeabsichtigt Ungerechtigkeiten re-/produzieren können. 

Nicht zum ersten Mal stand das Thema Gerechtigkeit dabei im Fokus einer Summer School. Allen, die gemeinsam mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteur*innen forschen bzw. mit dem Ziel, aktiv gesellschaftliche Veränderungsprozesse anzustoßen und zu begleiten – die also transdisziplinär oder transformativ forschen – sei das Positionspapier “Doing Justice! Doing Just This! Practicing justice in transdisciplinary and transformative research“ ans Herz gelegt. Es ist das Ergebnis einer gleichnamigen Summer School, zu der das IÖR gemeinsam mit dem Leibniz-Forschungsnetzwerk „Wissen für nachhaltige Entwicklung“ bereits im Jahr 2023 eingeladen hatte.

Auch in Zukunft wird räumliche Gerechtigkeit ein zentrales Anliegen des IÖR bleiben. Für 2026 freuen wir uns auf gemeinsame Forschung und Projektarbeit, die sich auf räumliche Gerechtigkeit in transformativen Kontexten konzentrieren. Nicht zuletzt wird sich die 4. IÖR-Tagung „Raum & Transformation“ 2026 unter der Überschrift „Digitalisierung trifft transformative Governance“ damit befassen, wie Infrastrukturen, veränderte Flächennutzung, Digitalisierung und der Wandel zu Nachhaltigkeit neue räumliche Trennungen schaffen oder Chancen für eine gerechtere räumliche Zukunft eröffnen. 

Wir laden alle Interessierten ein, mit uns gemeinsam zu diesen spannenden Fragen zu arbeiten und Orte zu gestalten, an denen Nachhaltigkeit fair, inklusiv und robust ist. 

 

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.