Die Gestalt des Raumes – Ausstellung von IÖR und BBSR zeigt Facetten der Landnutzung

Deutschlands Landschaften sind vielfältig und einem steten Wandel unterworfen. Wachsende Städte, Windkraftanlagen und Solarfelder, Hochspannungstrassen, neue Verkehrswege, Agrarindustrie und zunehmende Technisierung verändern das Landschaftsbild immer schneller. Die Ausstellung "Die Gestalt des Raumes – Landschaften Deutschlands als Abbilder der Gesellschaft" macht diesen Wandel mit vielfältigen Luftbildern sichtbar. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) präsentieren die Ausstellung vom 25. März bis 7. Mai 2022 im Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK) im Kulturpalast Dresden. Mehrere Veranstaltungen thematisieren im April Fragen des Umgangs mit Landschaft und Fläche.

Die Ausstellung "Die Gestalt des Raumes – Landschaften Deutschlands als Abbilder der Gesellschaft" dokumentiert den gesellschaftlichen Umgang mit Landschaft in Deutschland. Unsere räumlichen Lebensgrundlagen sind einem steten Wandel unterworfen. Landnutzung ist dabei Ausdruck gesellschaftlicher Ansprüche, wirtschaftlicher Tätigkeiten, kultureller Prägungen, naturräumlicher Ausstattung und geschichtlicher Entwicklungen. Sie ist auch ein Resultat räumlicher Planungen auf verschiedenen Ebenen, die die Veränderungen steuern und versuchen, Flächennutzungskonflikte auszugleichen. Das Ergebnis sind im Vergleich zu europäischen Nachbarn meist klar gegliederte Siedlungsstrukturen und häufig auch schöne Kulturlandschaften, vielerorts aber auch Zersiedelung, Landschaftszerschneidung sowie Boden- und Waldschäden.

Anhand einer Vielzahl von Luftaufnahmen zeigt die Ausstellung eindrücklich verschiedene Facetten der Landnutzung in Deutschland: Siedlungsstrukturen von hochverdichteten Innenstädten bis hin zu Stadtrandlagen und urbanem Grün, Verkehrsinfrastrukturen sowie Industrie- und Energielandschaften, landwirtschaftliche Flächen von ausgeräumten Bergbaufolge- und agrarindustriellen Landschaften bis zu Ökolandbau, Waldbeständen und Freizeitlandschaften. Die von einem Fotokopter und einem Luftschiff aus einer Höhe von bis zu 100 Metern aufgenommenen Bilder ermöglichen einen neuen und zuweilen überraschenden Blick auf meist kleinräumig strukturierte, geordnete und genutzte Landschaften.

Vernissage und Begleitprogramm im April
Die Ausstellung basiert auf dem gleichnamigen Buch "Die Gestalt des Raumes", das kürzlich im Wasmuth & Zohlen Verlag erschienen ist. Zur Vernissage am 8. April diskutieren die Herausgeber des Buches mit Gästen die Frage "Wie verändert sich unsere Landschaft?". Am 21. April geben Lisa Eichler und Robert Hecht vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung unter der Überschrift "Meine grüne Stadt" Einblicke in verschiedene Forschungsprojekte zu urbanem Grün. Um Zersiedelung und Flächenverbrauch geht es am 28. April in einem Vortrag von Martin Behnisch und Tobias Krüger vom IÖR. Die Veranstaltungen beginnen jeweils 18 Uhr. Der Eintritt zu Ausstellung und Veranstaltungen ist frei.

Das Buch zur Ausstellung
Wendelin Strubelt, Fabian Dosch, Gotthard Meinel (Hrsg.)
"Die Gestalt des Raumes. Landschaften Deutschlands als Abbilder der Gesellschaft" mit Fotos von Jürgen Hohmuth und Marcus Fehse (zeitort.de, Berlin) sowie Fachbeiträgen verschiedener Autor*innen.
Wasmuth & Zohlen Verlag, 2021
ISBN: 978 3 8030 2224 0

Ausstellungsdauer: 25.03. – 07.05.2022  

Ausstellungsort:
ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen im Kulturpalast Dresden
Schloßstraße 2, 01067 Dresden
(Eingang über Galeriestraße oder das Foyer im Kulturpalast)

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 13 bis 18 Uhr
Eintritt frei

Weitere Informationen auf der Internetseite des ZfBK

Wissenschaftlicher Kontakt im IÖR
Dr. Gotthard Meinel, E-Mail: G.Meinelioer@ioer.de

 

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Das Institut wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.