www.ioer.de
www.ioer.de

Sie befinden sich hier: IÖR im Überblick/Beschäftigte/Leibenath
Markus Leibenth, Quelle: privat

 

 

Leibenath, Markus
Priv.-Doz.; Dr.-Ing.; Dipl.-Ing. Univ. Landespflege
Lehrbefähigung (Habilitation) für das Fach Landschaftsentwicklung

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Tel. 0351 4679-285
M.Leibenath[im]ioer.de

Fachliches Spektrum

In meiner Forschung beschäftige ich mich mit Planungs- und Entscheidungsprozessen sowie mit gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen in einem weiteren Sinne, in denen es um Landschaften, biologische Vielfalt oder Raumentwicklung geht. Auf diese Weise möchte ich Veränderungen hin zu ökologisch nachhaltigeren und sozial gerechteren Gesellschaften unterstützen.

Im Mittelpunkt meiner Untersuchungen stehen:

  • die Zusammenhänge zwischen Landschaften und der Nutzung erneuerbarer Energien,
  • Ansätze zur Verbindung von biologischer Vielfalt und sozioökonomischen Aspekten der Regionalentwicklung,
  • Fragen der grenzüberschreitenden und europäischen Zusammenarbeit sowie
  • die Rolle von Sprache in der Naturschutz- und Raumentwicklungspolitik, beispielsweise von Begriffen wie "Biotopverbund", "Resilienz" und "Ökosystemdienstleistungen".

Der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Politik und Praxis ist mir ein wichtiges Anliegen. Daher wirke ich zum Beispiel in Strategiefindungs- und Konfliktlösungsprozessen in unterschiedlichen räumlichen Kontexten mit. Darüber hinaus suche ich den Dialog mit Personen aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft, um Reflexionsprozesse über sozialökologische Herausforderungen zu fördern.

Ich greife auf verschiedene theoretische Konzepte zurück. Einerseits stütze ich mich auf Zugänge aus der Governance-Forschung und dem Neo-Institutionalismus. Damit lässt sich das Zusammenspiel von Akteuren, Institutionen, Ideen und Werten auf unterschiedlichen Ebenen beschreiben und erklären. Andererseits arbeite ich aus einer sozialkonstruktivistischen, poststrukturalistischen Perspektive. Sie ermöglicht es, die gesellschaftliche Konstituierung und Konstituiertheit von Akteuren, Institutionen, Landschaften und Praktiken offen zu legen und so der Kritik zugänglich zu machen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Diskursanalysen.

In methodischer Hinsicht wende ich hauptsächlich Techniken der qualitativ-empirischen Sozialforschung (Einzel- und Gruppeninterviews, teilnehmende Beobachtung, Aktionsforschung, Dokumenten- und Medienanalysen) an.

Logo Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - blauer Schriftzug

DFG-geförderte Aktivitäten (als Antragsteller)

Kurzbiographie

Ausbildung

Abgeschlossene Ausbildung zum Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau

Studium der Landespflege an der Technischen Universität München/Weihenstephan mit einem 2-semestrigen Gaststudium an der Graduate School of Design der Harvard University in Cambridge, Massachusetts

Promotion am Institut für Landschaftsentwicklung der Technischen Universität Berlin

Zuerkennung der Lehrbefähigung (Habilitation) für das Fach Landschaftsentwicklung durch die Fakultät VI - Planen Bauen Umwelt der Technischen Universität Berlin

Stipendien

Studienstipendium des Instituts für Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung

Promotionsstipendium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

Berufliche Entwicklung

Mehrjährige Tätigkeit als Landschaftsplaner in privaten Planungsbüros

seit 2000
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter im IÖR

2000-2014
Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Dresden

2003-2006
Koordinator des Netzwerks für Raumforschung und -planung in Mittel-, Ost- und Südosteuropa  (www.spa-ce.net)

seit 2016
Privatdozent an der Technischen Universität Berlin, Fachgebiet Landschaftsplanung und Landschaftsentwicklung 


© Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V.