Die "Warming Stripes" (Wärmestreifen) zeigen verschiedene Szenarien für die Temperaturentwicklung in Dresden 1961 bis 2100. Jeder Streifen steht für die mittlere Temperatur eines Jahres. Die verschiedenen Szenarios zeigen deutlich eine Tendenz: Es wird wärmer! (Animation: V. Maleska/IÖR)
animierte Grafik

25. September 2020 – Global Day of Climate Action

Die "Wärmestreifen" für die Temperaturentwicklung in Dresden machen es deutlich: Der Klimawandel ist auch vor unserer Haustür in vollem Gange. Deshalb haben am 25. September in Dresden, Deutschland und weltweit viele Menschen mit Demonstrationen und Aktionen auf die globale Klimakrise aufmerksam gemacht. Die Klimakrise, wie auch andere Entwicklungen, die zum Überschreiten der planetaren Grenzen beitragen, erfordern rasches Handeln.

Das IÖR engagiert sich im Themenfeld Klimawandel – dauerhaft mit seiner Forschung und am 25.09.2020 mit einer Ausstellung zum globalen Klimaaktionstag. – Hier informieren wir zu unseren Beiträgen.


Mobile Ausstellung zeigt gute Beispiele von Hitzeanpassung in Städten

(Foto: Gerd Altmann/Pixabay)
Thermometer vor himmelblauem Hintergrund, Wert steht kurz vo 40 Grad Celsius

Die extremen Sommer 2018 und 2019 haben es gezeigt: Hitze kann schon jetzt auch in deutschen Städten zum Problem werden. Hinzu kommt: Extreme Hitzeereignisse werden künftig noch häufiger auftreten. Vielerorts gibt es aber auch interessante Ideen zur Anpassung an Sommerhitze in dicht bebauten Stadtquartieren. Das Projektteam im Forschungsvorhaben "HeatResilientCity" (Hitzeangepasste Stadt) hat einige gute Beispiele zur Ausstellung "Eine Stadt kühlt runter – Gemeinsam für mehr Lebensqualität im Sommer" zusammengefasst. Am 25. September 2020 haben wir die Ausstellung in der Zentralbibliothek Dresden gezeigt. Ausstellung verpasst? - Hier lassen sich die Informationen nachlesen:

Posterausstellung im PDF-Format 

Wer Interesse hat, die Ausstellung in seiner Stadt zu zeigen, kann sich bei unserem Projektpartner melden:

Lena Großmann
ISP - Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation der FH Erfurt
E-Mail: lena.grossmann[im]fh-erfurt.de
Telefon: (0361) 67 00-705


Den Klimawandel und seine Folgen im Blick

IÖR forscht zu Hitze, Starkregen und anderen Umweltrisiken

Der fortschreitende Klimawandel ist gekennzeichnet durch immer häufiger auftretende Wetterextreme. Starkregenereignisse gehören ebenso dazu wie lange Hitzeperioden und Dürre im Sommer. Wie begegnen wir diesen Herausforderungen? Wie können wir vorbeugen, Schäden minimieren? Was lässt sich von anderen lernen?

Diese Forschungsprojekte suchen nach Antworten:

HUeBro - Haushebung in Ueberschwemmungsgebieten am Beispiel des Elbe-Dorfes Brockwitz
Häuser heben statt Deichbau? Kann das ein neuer Hochwasserschutz sein? Eine Machbarkeitsstudie im Elbedorf Brockwitz hat überzeugt. Dort wird die Haushebung nun modellhaft umgesetzt. Andere Orte können davon lernen.

RAINMAN - Intergriertes Starkregenriskomanagement
Mit der RAINMAN-Toolbox steht Kommunen und Interessierten eine Sammlung von Informationen, Werkzeugen und Praxisbeispielen zum Umgang mit der Naturgefahr Starkregen zur Verfügung.

STRIMA II - Sächsisch-Tschechisches Hochwasserrisikomanagement
Hochwasser macht an Staatsgrenzen nicht halt. Umso wichtiger ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Krisenfall, aber auch bei der Risikovorsorge. Das Projekt fördert die Kooperation im Hochwasserrisikomanagement von Sachsen und Tschechien.

GewässerKlima - Entwicklung der ökologischen Beschaffenheit von Oberflächengewässern im Klimawandel
Extremereignisse wie Hochwasser, Starkregen oder lange Trockenphasen mit hohen Temperaturen beeinträchtigen künftig das sensible ökologische Gleichgewicht von Bächen, Flüssen und Seen. Das hat Folgen für Flora und Fauna, aber auch für das Trinkwasser. Sind wir gut genug darauf vorbereitet? Oder müssen Instrumente für die Bewirtschaftung der Gewässer angepasst werden?

HeatResilientCity – Hitzeresiliente Stadt- und Quartiersentwicklung in Großstädten
Wie lässt sich Sommerhitze in Großstädten gut ertragen? Das Projekt "HeatResilientCity" untersucht, wie die Umgestaltung von Gebäuden und Freiflächen helfen kann und bezieht dabei auch die Perspektive der Bewohner*innen ein.


IÖR untersucht positive Wirkungen von Stadtgrün

(Foto: H. Hensel/IÖR-Media)
2 Radfahrer von hinten durchfahren einen Park

Gerade in dicht bebauten Städten wird es immer wichtiger, auch für ausreichend Stadtgrün zu sorgen. Es hilft dabei, Folgen des Klimawandels abzufedern. Grünflächen bieten bei Starkregen und Hochwasser Raum für den Wasserrückhalt. Sie kühlen bei Sommerhitze, Menschen können sich dort erholen. Die folgenden Projekte untersuchen, wie sich Grün in der Stadt besser schützen und entwickeln lässt.

SALUTE4CE - Integriertes Umweltmanagement von kleinen Grünflächen in Stadträumen
Das Projekt untersucht, wie Städte kleine Grünflächen in ihr Umweltmanagement integrieren und damit viel für Stadtklima und biologische Vielfalt erreichen können. Als Grundlage dient das Konzept der Urbanen Umweltakupunktur.

UrbanNBS - Städtische Grünstrukturen für biologische Vielfalt – Integrierte Strategien und Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung von Biodiversität in Städten
Auch im Inneren von Städten die Vielfalt von Lebensräumen, Pflanzen und Tieren erhalten und stärken, das ist das Ziel des Projektes UrbanNBS. Die Grünflächen, die Kommunen dauerhaft sichern, sind auch wichtig für die Regulierung des städtischen Klimas.


Das IÖR betrachtet ökonomische Aspekte des Klimawandels

(Fotos: H. Hensel/IÖR-Media)
links: Auspuff eines Autos, rechts: Thermostat einer Heizung

Die Bestrebungen, das Klima zu schonen, haben nicht zuletzt eine ökonomische Dimension. Welche Stellschrauben gibt es? Auch dieser Frage geht das IÖR mit Forschungspartnern immer wieder nach und veröffentlicht seine Ergebnisse als Policy Paper, Stellungnahme oder Gastbeitrag in Medien. Zwei Beispiele:


Das IÖR bietet interaktive Informationsangebote

(Foto: R. Hecht/IÖR-Media)
Ausschnitt eines Smartphones mit einer App auf dem Display

Wenn sich das Klima wandelt, wird Stadtgrün immer wichtiger. Das IÖR hat verschiedene Informationsangebote entwickelt. Sie helfen dabei, Grünflächen - auch die kleinen und versteckten - in einer Stadt wie Dresden besser zu finden und zu erreichen. Und sie informieren über die vielfältigen Leistungen, die Stadtnatur im Klimawandel erbringt.

www.ioer.de

Kontakt

Dipl.-Journalistin
Heike Hensel

Tel. +49 (0)351 4679 241
H.Hensel[im]ioer.de