Flächenpolitik - Flächenanalysen – Methoden und Werkzeuge
Gotthard Meinel, Martin Behnisch (Hrsg.)
Die Inanspruchnahme natürlicher Böden für Siedlungs- und Verkehrszwecke ist weltweit noch immer viel zu hoch. Damit gehen für die Landwirtschaft Böden verloren, die bei dem dringend erforderlichen Wandel hin zu einer ökologischen Landwirtschaft gebraucht werden, um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Aber auch die mit der Bebauung einhergehen Probleme, wie ein viel zu schneller Regenwasserabfluss, ein steigendes Hochwasserrisiko und städtische Überwärmungen mit damit einhergehenden Gesundheits- und Wohlfühlbeeinträchtigungen werden immer deutlicher. Lösen lässt sich dieses Problem perspektivisch nur durch eine vollständige Kreislaufwirtschaft von Siedlungs- und Verkehrsflächen, d. h. keine neue Inanspruchnahme von Freiraumflächen ohne Ausgleich. Dieses Ziel bis 2050 zu erreichen, haben sich die EU und Deutschland zur Aufgabe gemacht.
Die IÖR-Buchreihe „Flächennutzungsmonitoring“ informiert in diesem Sinne umfassend, wie dem Flächenverbrauch durch eine kluge, ressourcenschonende Flächenhaushaltspolitik begegnet werden kann. Dafür werden neue Instrumente aus Wissenschaft und Praxis beschrieben, die insbesondere die informatische Seite in den Blick nehmen. So wird beispielsweise aufgezeigt, wie hochauflösende Flächennutzungs-Monitoringsysteme, Kataster für Innenentwicklung, Brachflächen und Bodenversiegelung ausgestaltet werden können. Zudem werden Best-Practice-Beispiele des Flächenmanagements dokumentiert.
Mit diesem Buch und den Open Access veröffentlichten Präsentationen des Dresdner Flächennutzungssymposiums (DFNS) sollen der Praxis erprobte, konkrete und hilfreiche Informationen an die Hand gegeben werden, wie Planungen optimiert und dem Flächenverbrauch begegnet werden kann.
Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden veröffentlicht hiermit inzwischen den 17. Band der etablierten Buchreihe „Flächennutzungsmonitoring“