Interaktives Ausstellungsexponat des IÖR

Die Grüne Stadt - mehr als Parks und Gärten

Größer ist nicht immer besser

Grafik angelehnt an Exponat mit Begriffen und aufgeblendeten Themenfeld "Je großzügiger wir wohnen, desto mehr beanspruchen wir die Umwelt"

Je mehr Wohnraum Menschen beanspruchen, desto mehr Fläche und Ressourcen entziehen sie auch der Natur. Wer die eigene Wohnform bewusst wählt, kann somit die Umwelt schützen.

Schon einige kleine Zahlen und Buchstaben auf einem Stück Papier machen einen großen Unterschied. Mit der Unterschrift unter einen Miet- oder Kaufvertrag beispielsweise können Menschen einen Beitrag zum Schutz der Natur leisten. Denn je großzügiger wir wohnen, desto mehr beanspruchen wir damit die Umwelt.

Jeder Quadratmeter zählt. Und zwar siebenfach.
Die Belastung geht dabei nicht nur von der Wohnfläche an sich aus: Für jeden bewohnten Quadratmeter nutzen die Menschen in Deutschland im Durchschnitt noch weitere sieben – mit der Gebäudehülle, den Grünflächen um das Haus herum sowie der Straße davor. Bei einer durchschnittlichen Wohnung von 90 Quadratmetern kommen so weitere 630 Quadratmeter Fläche zusammen, die unterhalten werden müssen und damit nicht nur Kosten verursachen, sondern auch natürliche Ressourcen beanspruchen.

Flächen sparen. Und Kosten.
Die einzelnen Wohnformen beeinflussen dabei die Natur sehr unterschiedlich. Das Einfamilienhaus am Stadtrand beansprucht das Zehnfache der Wohnfläche; eine Wohnung im Mehrfamilienhaus in der Stadt hingegen nur das Dreifache. Natürlich möchte nicht jeder in der eng bebauten Innenstadt leben. Das ist auch gar nicht notwendig. Die Forschung zeigt: Schon das Wohnen in einem Dreifamilienhaus kann den Qualitäten in einem Eigenheim sehr nahe kommen. Es spart aber Flächen, Ressourcen sowie Kosten – und schont die Umwelt. Leider macht kaum jemand eine Kosten-Nutzen-Analyse für seine Art des Wohnens.

Es lohnt sich, die Frage zu stellen: Wie viel Platz nutzen wir zum Wohnen? Und wie viel davon brauchen wir wirklich?

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