Interaktives Ausstellungsexponat des IÖR

Die Grüne Stadt - mehr als Parks und Gärten

Wie ein Kühlschrank für die Stadt

Grafik angelehnt an Exponat mit Begriffen und aufgeblendeten Themenfeld "Stadtgrün schafft Abkühlung"

Der Klimawandel bringt in den Sommermonaten zunehmend mehr Hitze in die Städte. Grünflächen können den Effekt abmildern. Sie bieten Schatten am Tag und Kühle in der Nacht.

Abertausende Stadtbewohner wälzen sich in warmen Sommernächten im Bett von einer Seite zur anderen. Meist warten sie aufgrund der Hitze lange vergeblich auf den Schlaf. Mit Folgen: Der menschliche Körper kann sich unter solchen Bedingungen nicht regenerieren. Im Zuge des Klimawandels ist damit zu rechnen, dass derartige "Tropennächte" häufiger auftreten. Die Temperatur sinkt dann auch nachts nicht unter 20 Grad Celsius. Großstädter müssen der Belastung aber nicht zwangsläufig ausgesetzt sein. Denn die Art und Weise, wie wir den Stadtraum gestalten, hat auch auf die sommerliche Nachttemperatur einen großen Einfluss. Grün sorgt für Abkühlung.

Schön grün und angenehm kühl
Mehr als 6 Grad Celsius beträgt in Dresden am Ende eines heißen Tages beispielsweise der Temperaturunterschied zwischen einer bebauten Fläche in der Innenstadt und einem großen Park. Dies ist auch für andere Städte in unseren Breiten typisch. Der Wert zeigt, wie wichtig große Grünflächen sind, um Städte gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen.

Schatten am Tag, Frische in der Nacht
Verschiedene Vegetationsstrukturen sorgen dabei auf unterschiedliche Weise für Abkühlung. Auf unbebauten Flächen am Stadtrand entsteht Kaltluft, die von dort in das heiße, steinerne Stadtgebiet fließt und für Abkühlung sorgt. Schon kleine Parks mit großen Bäumen in der Innenstadt spenden Bewohnern an heißen Tagen Schatten. Insgesamt heizen sich Grünflächen nicht so auf wie bebaute Areale. Das liegt zum Beispiel daran, dass Bäume und Sträucher kühlenden Schatten spenden und durch die Verdunstung von Wasser Kaltluft entsteht. So können besonders Grünflächen mit einem hohen Wiesen- und Rasenanteil in den Abend- und Nachtstunden kühle Luft an die bebaute Umgebung abgeben.

Wer an einem Sommerabend mit dem Rad zwischen verschiedenen Standorten pendelt und jeweils die Temperatur misst, kann die Unterschiede ganz einfach selbst festhalten. Probiere es einmal aus!

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