Interaktives Ausstellungsexponat des IÖR

Die Grüne Stadt - mehr als Parks und Gärten

Intelligente Innenstädte

Grafik angelehnt an Exponat mit Begriffen und aufgeblendeten Themenfeld "Wachstum nach innen schont die natürliche Umwelt"

Immer mehr Flächen entzieht der Mensch der Natur. Damit Pflanzen und Tiere nicht weiter an Lebensraum verlieren, gilt es, weitere Naturverluste durch eine bessere Entwicklung der Städte zu vermeiden.

Schnell aus der Stadt raus und rein in die Natur – das wünschen sich viele Menschen am Wochenende. Doch die Grünflächen im Umland schrumpfen: Neubaugebiete und Anschlussstraßen nehmen einen immer größeren Teil der städtischen Randgebiete ein. Rund 430 Quadratkilometer und damit eine Fläche größer als die von Köln entziehen wir so in Deutschland jedes Jahr der Natur. Pro Tag sind das 118 Hektar (mehr als 165 Fußballfelder). Bei über der Hälfte der bebauten Flächen wird der Boden vollständig versiegelt! Alle natürlichen Funktionen gehen dabei verloren. Die Erde kann kein Wasser mehr speichern, Pflanzen und Tiere verlieren Lebensraum. Zudem zerstören wir Erholungsflächen. Und große Gebiete sind für die Landwirtschaft nicht mehr nutzbar.

Intelligente Lösungen für Pflanzen, Tiere und Menschen
Eine Lösung, um den Verlust von Natur zu vermeiden, ist die Innenentwicklung von Städten. Statt zusätzliche Neubausiedlungen auf der "grünen Wiese" zu errichten und neue Straßen zur Anbindung an das Zentrum zu schaffen, sollen Baulücken und Brachflächen im Stadtzentrum besser nutzbar gemacht werden. Auch intelligente Dachgeschossausbauten können Wohnraum schaffen und den natürlichen Lebensraum von Pflanzen, Tieren und Menschen schützen.

Lücken bebauen und Brachen nutzen
Die Bundesregierung fördert diese Innenentwicklung. Sie will, dass bis zum Jahr 2020 nur noch maximal 30 Hektar (also 42 Fußballfelder) pro Tag neu bebaut werden. Deshalb unterstützt sie die Entwicklung von Methoden, die dabei helfen, Baulücken zu erkennen. Aber auch unsere eigene Sicht können wir verändern, um auf ungenutzte Brachflächen aufmerksam zu werden.

Schau dich doch einmal in deiner Nachbarschaft um: Wie viele ungenutzte Flächen entdeckst du?

www.ioer.de

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