Interaktives Ausstellungsexponat des IÖR

Die Grüne Stadt - mehr als Parks und Gärten

Kleintierparadies am Wegesrand

Grafik angelehnt an Exponat mit Begriffen und aufgeblendeten Themenfeld "Säume bieten größte Artenvielfalt in der Stadt"

Ein großer Reichtum an Tier- und Pflanzenarten ist insbesondere dort zu finden, wo zwei unterschiedliche Lebensräume aufeinander treffen. Der Schutz dieser sogenannten Saum- oder Randbiotope ist daher besonders wichtig.

Ob private Gärten, öffentliche Parkanlagen oder wild bewachsene Brachen – Grünflächen machen Städte lebenswert. Den Bewohnern dienen sie als wertvolle Erholungsräume, die unter anderem das Stadtbild verschönern und für saubere Luft sorgen. Zudem bieten sie auch für unzählige Tiere und Pflanzen einen Lebensraum: Vom Buntspecht über die Libelle bis zum Mikroorganismus, vom angelegten Tulpenbeet bis zum wilden Farn ist dort, mitten in der Stadt, eine Vielzahl an Lebewesen beheimatet.

Größte Artenvielfalt in den Übergangsbereichen
Besonders reich ist die Tier- und Pflanzenwelt in Übergangsbereichen, in denen zwei verschiedene Lebensräume aufeinandertreffen: Die Schnittstelle von Wald und Wiese, der Wegerandstreifen und die Hecke am Wegesrand sind Beispiele für sogenannte Saum- oder Randbiotope. Sie enthalten oft sehr viele ökologische Nischen, daher findet sich hier die größte Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Manche Tierarten sind auf so einen Wechsel von Bäumen, Büschen und Wiesen angewiesen, da sie zum Beispiel als Nahrungsquelle, Brutplatz oder Singwarte unterschiedliche Lebensräume benötigen.

Stadtplaner, Politiker und Bürger können schützen
Jede größere Stadt in Deutschland besitzt pro Quadratkilometer Fläche im Durchschnitt zirka 4 Kilometer dieser dicht besiedelten Bereiche. Sie zu schützen und die biologische Vielfalt zu erhalten ist Aufgabe von Stadtplanern und Politikern – doch auch jeder Einzelne kann etwas dafür tun.

Welche Tier- und Pflanzenarten finden sich auf den Grünflächen in deiner Umgebung? Wo in der Nähe gibt es Randbiotope? Begib dich doch einmal auf Entdeckertour und untersuche die Artenvielfalt an deinem Wohnort. Die Wissenschaft nennt das "Citizen Science", eine Wissenschaft, an der die Bevölkerung direkt beteiligt ist.

www.ioer.de

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