Interaktives Ausstellungsexponat des IÖR

Die Grüne Stadt - mehr als Parks und Gärten

Besser bauen

Grafik angelehnt an Exponat mit Begriffen und aufgeblendeten Themenfeld "Was wir heute verbauen, sollten wir morgen wiederverwenden"

Wohnhäuser, Schulen, Straßen. Auf jeden Einwohner in Deutschland kommen hunderte Tonnen Baumasse. Mit Einsparungen beim Materialverbrauch, dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe und Recycling kann die Umwelt geschützt werden.

Bauen boomt derzeit. Nicht nur Eigenheime entstehen dabei, sondern auch Bestandteile der Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Straßen und Rathäuser. All das summiert sich: Allein im Hochbau kommen so derzeit auf jeden Einwohner Deutschlands rund 200 Tonnen Baumasse. Tendenz steigend. Unter den verwendeten Materialien finden sich wertvolle Ressourcen – wie Metalle, Plastik, Glas und Holz.

Die Zukunft bringt weniger Neubau und mehr Abriss
Das "Bauwerk Deutschland" ist fast fertig – wir sind fast alle sehr gut versorgt. Klar wird man immer wieder auch Neues schaffen wollen, aber aufgrund des demografischen Wandels zeichnen sich Veränderungen bei der Bautätigkeit unserer Städte ab: Im Jahr 2050 wird im Vergleich zu heute in Deutschland voraussichtlich nur noch halb so viel neu gebaut und mehr als doppelt so viel abgerissen.

Nicht alles auf den Wertstoffhof
Was jedoch geschieht mit all den Bau- und Rohstoffen, die sich unter dem Abbruchmaterial verbergen? Im Hochbau werden davon bisher nur sieben Prozent wiederverwendet. Zwar planen und bauen Firmen heute wenigstens zum Teil schon Gebäude "nachhaltig", mit wenig Energie- und Materialverbrauch. Aus einer nachhaltigen Bautätigkeit sind aber auch Holz und andere nachwachsende Rohstoffe nicht wegzudenken. Ergänzend dazu: Um noch mehr Abbruchstoffe zu recyceln, als es heute geschieht, müssen Abbruchfirmen den Schutt sortenrein sammeln – dafür muss das Bauen schon heute besser protokolliert werden – und Bauherren müssen Recyclinganteile in Bauprodukten als etwas Positives sehen.

Wir können uns alle engagieren: Zum Beispiel indem wir bei der Stadtverwaltung nachfragen, was mit dem Abrissmaterial von Gebäuden geschieht und ob es wiederverwendet wird.

Übrigens!

(Foto: R. Vigh/IÖR)
Prof. Bernhard Müller mit den im Institut gesammelten Kunststoffgegenständen. (Foto: IÖR/Ricardo Vigh)

Auch unser Exponat ist ein Recycling-Produkt!

Die Beschäftigten des IÖR haben fleißig Kunststoffgegenstände gesammelt, die sie nicht mehr benötigt haben. Ein grüner Buddelkasten, eine Regentonne und kaputte Gießkannen waren dabei, aber auch jede Menge Shampoo-Flaschen und Joghurtbecher. Alles in den Farben des Institutes: Grün, Blau, Weiß. Institutsdirektor Bernhard Müller (Foto) freute sich am Ende über mehr als 30 Kilogramm Kunststoff.

Die Gegenstände wurden gereinigt, gehäckselt und neu verpresst. So ist die Kunststoffhülle des Exponates entstanden.

www.ioer.de

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