Symposium "Grenzüberschreitende ökologische Regionalentwicklung" am 19. und 20. Juli 2007 in Dresden

Themen ökologischer Raumentwicklung prägen seit Beginn der 1990er Jahre die Aktivitäten der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU), der grenzübergreifenden Interessengemeinschaft Euroregion Elbe/Labe (EEL) und des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung e. V., Dresden (IÖR). Ein am 19. und 20. Juli 2007 von LaNU, EEL und IÖR gemeinsam veranstaltetes Symposium zur Regional- und Grenzraumentwicklung bot Gelegenheit, auf 15 ereignisreiche Jahre zurückzublicken und dabei relevante Entwicklungsetappen herauszuarbeiten. Besonders interessierten hier die Ausprägungen und Ursachen der Wandlungsprozesse im Bereich der Landnutzung, der Umweltqualität sowie der Wirtschafts- und Bevölkerungsstruktur. Ausgehend von diesen grundlegenden Aussagen, wurden weiterführende Perspektiven im Dialog mit namhaften Experten aus Wissenschaft und Praxis erörtert.

Der erste Tagungstag hatte die Grenzraumentwicklung zum Thema. In die Vorstellung von Entwicklungslinien und Erfahrungen flossen Forschungsergebnisse aus dem sächsisch-böhmischen Grenzraum ebenso ein wie Sichtweisen der betreffenden Ministerien, der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG) und Aussagen zu strategischen Kooperationsansätzen im deutsch-niederländischen Grenzraum. Weitere themenbezogene Beiträge beleuchteten die Landschafts- und Flächennutzungsentwicklung, Fragen der Umweltbildung und den identitätsstiftenden Charakter von Flusslandschaften.

Am zweiten Tagungstag stand die ökologische Regionalentwicklung im Fokus. Im einleitenden Beitrag ging es darum, allgemeine und spezifische Entwicklungsverläufe und ihre Auswirkungen herauszuarbeiten. Die Darstellung, die Erkenntnisse aus den IÖR-Forschungslinien Industrie- und Bergbauregionen, Grenzräume, Mittelstädtische Verflechtungsbereiche, Großschutzgebiete und Flusslandschaften verwertete, wurde in den Themenschwerpunkten "Revitalisierung von Industrie- und Bergbauregionen" und "Mittelstädtische Verflechtungsbereiche - Entwicklungsimpulse" vertieft. Die notwendigen theoretischen Grundlagen dazu waren vorher von namhaften Experten aus Ökologie und Raumentwicklung geschaffen worden. In der abschließenden Diskussion befasste sich ein europäisch besetztes Podium mit Strategien regionaler Entwicklung. Unter Berücksichtigung bereits erzielter Erfolge und noch zu bearbeitender Defizite gelang es, Perspektiven aufzuzeigen und dabei auch neue Forschungsfragen zu generieren.

 

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19.07.2007
20.07.2007