Symposium

Risikodogmatik im Umwelt- und Technikrecht -

von der Gefahrenabwehr zum Risikomanagement

Termin: Dienstag, 19. Oktober 2010, 9.00-17.15 Uhr
Veranstaltungsort: Sächsische Staatskanzlei, Archivstraße 1, 01097 Dresden
Programmflyer für Symposium: PDF


Anliegen des Symposiums

Naturgefahren und neue Technologien stellen das Umwelt- und Technikrecht vor stets neue Herausforderungen. Schlüsselbegriffe sind in diesem Zusammenhang die Risikobewertung und das Risikomanagement. Zahlreiche EU-Umweltrichtlinien enthalten bereits entsprechende Regelungen, die zum Teil schon in nationales Recht umgesetzt wurden. Dabei resultieren umweltrelevante Handlungen und der Gebrauch von Technik in der Gesellschaft regelmäßig aus Entscheidungen unter Unsicherheit. Für das Recht und den Gesetzgeber bedeutet dies "Vorbereitung auf das Nicht-Erwartbare" zu treffen; nicht mehr die Abwehr konkreter Gefahren steht im Vordergrund, sondern auch und vor allem die Risikovorsorge. Mit welchen Instrumenten lassen sich im Recht die objektive Ungewissheit und das subjektive Nichtwissen von Wirkungsbeziehungen und Interdependenzen bewältigen? Wo liegen die Grenzen eines staatlich kalkulierten Risiko- oder Wagnispotenzials? Diese und ähnliche Fragen sollen in dem Symposium mit Blick auf aktuelle naturwissenschaftlich-technische Herausforderungen behandelt werden. Veranstalter sind das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden und die Juristische Fakultät der Technischen Universität Dresden. Namhafte Referenten tragen aus unterschiedlichen Perspektiven zu den Themen vor. Die Veranstaltung richtet sich an Juristen, Verwaltungswissenschaftler und Planer aus Wissenschaft und Praxis sowie an Landes- und Kommunalbeamte.

www.ioer.de

Fachansprechpartner

Prof. Dr. Gerold Janssen
g.janssen[im]ioer.de


PD Dr. Liv Jaeckel (TU Dresden),
jaeckel[im]jura.tu-dresden.de