KAIROS

Vorausschätzung der Auswirkungen des demographischen Wandels für Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler - Regionalisierte Wohnungsnachfrageprognose

Der Regionale Arbeitskreis Entwicklung, Planung und Verkehr Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) hat im Jahr 2007 mit Unterstützung des Lehrstuhls Regionalentwicklung und Raumordnung der Technischen Universität Kaiserslautern, des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR, Dresden) und des Geographischen Instituts der Universität Bonn ein Regionales Handlungskonzept Wohnen 2020 erarbeitet. Maßgebliche Zielsetzung des Projektes war die Entwicklung einer bedarfsgerechten und städtebaulich verträglichen Wohnbaulandausweisung in der Region.

Die Aufgabe des IÖR war es, eine regionalisierte Vorausschätzung des Wohnungsneubaus für die Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler zu ermitteln. Die Prognose des Wohnungsneubaubedarfs baut dabei auf einer Vorausschätzung der Bevölkerungs-, Haushalts- und Wohnungsnachfrageentwicklung auf und stellt diese dem zu erwartenden Wohnungsangebot gegenüber. Die Vorausberechnungen zur Bevölkerungsentwicklung wurden in Form von zwei Varianten mit unterschiedlichen Wanderungsannahmen erarbeitet. Dadurch lassen sich die Auswirkungen der inter- und intraregionalen Wanderungen auf den zukünftigen Wohnungsneubaubedarf in der Region besser erkennen.

Im Ergebnis der beiden Varianten wird für die Region ein Bevölkerungswachstum erwartet. Ausgehend von 1.041.125 Einwohnern im Jahr 2005 wird die Bevölkerung bis 2020 in der Variante 1 um rund 51.000 Einwohner (+4,9 %) bzw. in der Variante 3+ um rund 72.000 (+6,9 %) ansteigen. Dies bedeutet unter Berücksichtigung der Haushalts- und Wohnungsnachfrageentwicklung und des zur Verfügung stehenden Wohnungsangebotes für die Variante 1 einen Wohnungsneubaubedarf von rund 42.000 Wohnungen, für die Variante 3+ einen Wohnungsneubaubedarf von rund 64.000 Wohnungen.

Dementsprechend sollte die Region unter Berücksichtigung ihrer siedlungspolitischen Leitvorstellungen die planerischen Grundlagen für den Neubau von 35.000 bis 70.000 Wohnungen bis zum Jahr 2020 schaffen. Im Vergleich zur Wohnbautätigkeit in der jüngeren Vergangenheit bedeutet dies, dass die Wohnbautätigkeit künftig leicht sinken oder in etwa auf dem Niveau der letzten sechs Jahre liegen dürfte. Räumlich sollte sich die regionale Strategie angesichts der bereits heute sichtbaren Reurbanisierungsprozesse auf Bonn und den engeren suburbanen Raum konzentrieren.

Das Gesamtvorhaben wurde von Szenariowerkstätten begleitet. Der Abschlussbericht des "Regionalen Handlungskonzepts Wohnen 2020" steht auf der Homepage der Region www.wohnregion-bonn.de zur Verfügung.

www.ioer.de

Laufzeit

1/2007-12/2008

Kontakt

Dipl.-Ing. Daniel Eichhorn
Tel. +49 (0)351 4679 267
D.Eichhorn[im]ioer.de


Drittmittel

Regionaler Arbeitskreis Entwicklung, Planung und Verkehr (:rak)
Land Nordrhein-Westfalen
Land Rheinland-Pfalz

 

Kooperationspartner

Universität Bonn

Universität Kaiserslautern
Empirica GmbH