Abgeschlossenes Projekt

LUDA - Improving the Quality of Life in Large Urban Distressed Areas / Verbesserung der Lebensqualität in großen städtischen Problemgebieten

Die meisten europäischen Städte haben große Flächen innerhalb ihrer Stadtgebiete, welche mit erheblichen ökologischen, ökonomischen und sozialen Problemen konfrontiert werden. Gleichzeitig besteht ein großer politischer Druck, die Lebensbedingungen in diesen Gebieten rasch zu verbessern. Das Zusammentreffen der Arealgröße, der Problemkomplexität und der Unsicherheiten in der zukünftigen Entwicklung stehen einer vorausschauenden, strategisch orientierten Stadtplanung entgegen. Gerade zu Beginn von Sanierungsvorhaben werden Ressourcen unökonomisch eingesetzt und potentielle alternative Entwicklungspfade blockiert.

Das Projekt LUDA hatte deshalb zum Ziel, Entscheidungshilfen und Methoden sowie Instrumente zu entwickeln, die Stadtverwaltungen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung unterstützen. Die zentrale Frage war dabei, wie ein Prozess für die qualitative und quantitative Sanierung und Aufwertung entwickelt werden kann, der die wirtschaftliche, soziale und ökologische Dimension bereits frühzeitig berücksichtigt. Das Projekt verknüpfte auf europäischem Niveau sowohl die Anforderungen einer interdisziplinären Vorgehensweise als auch die Notwendigkeit einer praxisorientierten Anwendung. Um die Ziele zu realisieren, wurde ein Konsortium von 10 Forschungseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen zusammen mit sechs Städten in acht europäischen Ländern gebildet. Das Vorhaben wurde unter der Federführung des IÖR durchgeführt und von der Europäische Union gefördert. Die Vorgehensweise und die Ergebnisse wurden in einem permanenten Austauschprozess zwischen den Partner auf Workshops, Videokonferenzen und "vor Ort Diskussionen" kommuniziert und zum Abschluss in einen internationalen Sammelband veröffentlicht. Darüber hinaus wurden Empfehlungen für die weitere Ausgestaltung von europäischen Programmen zur Stadtentwicklung gegeben.

www.ioer.de

Laufzeit

02/2003-01/2006

Ansprechpartner

Prof. Dr. Dr. h. c.
Bernhard Müller

Tel. +49 (0)351 46 79 210
B.Mueller[im]ioer.de

Drittmittel

Europäische Kommission
5. Rahmenprogramm

 

Kooperationspartner

10 Forschungseinrichtungen und 6 Stadtpartner aus 8 Europäischen Ländern