INTELCITIES ? Zukunft der Stadtplanung

28. April 2004

Die Stadtplanung der Zukunft wird verstärkt Informations- und Kommunikationstechnologie und Geoinformationssysteme (GIS) nutzen und damit verbunden (halb)automatisierte Verfahren. Damit wird sie verstärkt den gestiegenen Ansprüchen des Umwelt-, Verwaltungs- und Informationsmanagements gegenüber den Bürgern und Unternehmen gerecht. Anwender, Entwickler und Forscher untersuchen in dem Projekt ?INTELCITIES? zukünftige Anwendungsfelder dieser neuen Technologien sowie die Möglichkeiten der Entwicklung und Verbreitung auf kommunaler Ebene in Europa. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) ist daran beteiligt.

An dem Projekt sind Städte wie Bristol, Bratislava, Dresden, Warschau, Prag, Bern, Berlin und zwölf weitere Städte sowie 20 Unternehmen beteiligt. Untersucht werden insgesamt 16 thematische Schwerpunkte. Das IÖR beschäftigt sich mit dem Schwerpunkt ?e-land use?. Er hat zum Ziel, europaweit den Aufbau und die Vernetzung von Geographischen Informationssystemen (GIS) zu harmonisieren und Vorschläge zur leichten Erreichbarkeit raumbezogener Informationsdienstleistungen für Verwaltung, Unternehmen und Bürger zu erarbeiten. Die Methodik der GIS-unterstützten Bewertung von Flächennutzungsänderungen soll weiterentwickelt und erprobt werden. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung im Januar 2004 im IÖR einigte man sich darauf, den Schwerpunkt der Untersuchung zunächst auf die Erfordernisse der kommunalen Verwaltung zu legen und die Anforderungen der EU an ein Flächenmonitoring zum Anlass für die Weiterentwicklung GIS-unterstützter Bewertungen zu nehmen.

Erste Ergebnisse sind ein abgestimmtes Konzept zur ?Service architecture? von Geoportalen und eine Umfrage unter Anwendern in der Verwaltung. Diese belegt die Heterogenität der GIS-Systeme und der Prozessabläufe. Hierauf müssen Antworten auch innerhalb des Forschungsvorhabens gefunden werden.

Dresden ist eine von sieben Partnerstädten des Teilprojektes ?Landuse informationsmanagement?. Das Stadtplanungsamt, das Umweltamt und das IÖR arbeiten gemeinsam an der Frage, wie die EU-Richtlinie zur strategischen Umweltprüfung im Rahmen des neuen Flächennutzungsplanes der Stadt Dresden umgesetzt und informationstechnologisch unterstützt werden kann.

Ansprechpartner zum Projekt:
Clemens Deilmann
Tel.: (03 51) 46 79-251
E-Mail: C.Deilmann[im]ioer.de