IÖR-Forum

Von Daten zu Mehrwert: (Geo)Daten nutzungsorientiert aufbereiten

Tim Schnettker
Technologiestiftung Berlin

Offene Daten beschreiben unsere Wirklichkeit, helfen Zusammenhänge zu erkennen und ermöglichen im besten Fall bessere Entscheidungen, lebendigere Diskurse und fundierte Zukunftsszenarien.

Viele Datensätze sind jedoch ohne technisches oder inhaltliches Vorwissen schwer zu interpretieren. Daten entfalten ihre Wirkung nicht automatisch, sondern iterativ: Je besser sie genutzt, erklärt und übersetzt werden, desto klarer werden auch die Anforderungen an Qualität und Metadaten. Das macht deutlich: Veröffentlichung allein reicht nicht, um das Potenzial der Daten zu entfalten. Ebenso entscheidend ist eine zielgruppengerechte Bereitstellung – nur so entstehen Nachnutzung und gesellschaftlicher Mehrwert.

Der Vortrag stellt einen Perspektivwechsel vor: Das neu entwickelte Open-Data Engagement-Shell-Framework (ODES) rückt die Bedarfe und Anforderungen der Nutzenden stärker in den Mittelpunkt. Es beginnt mit einer scheinbar einfachen Frage: Wer sind die Menschen, die mit offenen Daten arbeiten wollen – und was brauchen sie dafür? Anhand praxisnaher Beispiele wird gezeigt, wie solche Datenprodukte konkret aussehen können – und wie ODES dabei hilft, die Lücke zwischen Datenpublikation und gesellschaftlicher Wirkung gezielt zu schließen.

Unser Referent:

Tim Schnettker bringt als Service Designer bei der Technologiestiftung Berlin den Fokus der Nutzenden in die Projekte und hilft, die Balance zwischen technischer Machbarkeit und Bedarfen der Nutzenden zu finden – mit dem Ziel, öffentliche Innovation mit möglichst hohem Mehrwert für alle umzusetzen.
Auf seinem Weg hat er einen breiten Erfahrungsschatz gesammelt: als Videokünstler im Theater, als Art Director für visuelle Kommunikation in Werbeagenturen und im Rahmen seines Erasmus-Mundus-Masters in Service Design in Estland, Lettland und Finnland.
Sein transdisziplinärer Designansatz bietet einen unkonventionellen Blick auf die Gestaltung von Nutzer*innenerfahrungen. Er basiert auf der Überzeugung, dass gutes Design nur durch ein empathisches Verständnis des Design-Ökosystems entstehen kann – durch systemisches Denken und die gemeinsame Gestaltung mit allen Beteiligten.

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.