Urban-Rural Assembly (URA)

Entwicklung von strategischen Planungsansätzen und Implementierung von Pilotprojekten für die nachhaltige Stärkung von Stadt-Land-Beziehungen und regionalen Wertschöpfungsketten am Beispiel der chinesischen Region Huangyan-Taizhou, Zhejiang Province

Problemstellung

Das Projekt adressiert eine zunehmend polarisierte Raumentwicklung zwischen schnell wachsenden urbanen Verdichtungsräumen und ihren Hinterlandregionen, die für China und Deutschland eine wesentliche Herausforderung auf dem Weg zur nachhaltigen Raumentwicklung darstellt.

Ziel

Ziel ist es, am Beispiel der Region Huangyan-Taizhou strategische Raumentwicklungswerkzeuge und partizipative Planungsgovernance-Instrumente zu entwickeln. Das BMBF-Teilprojekt des IÖRs fokussiert auf die Veränderungsdynamiken von Ökosystemleistungen in einem Stadt-Umland-Gradienten und analysiert, wie sich die Urbanisierung auf rurale Ökosystemleistungen auswirkt.

Methodik

Zur Erfassung der Veränderung von Ökosystemen und grüner Infrastruktur im urban-ruralen Kontinuum der Region Huangyan-Taizhou wurde in der Definitionsphase des Projektes ein geeigneter Landschaftslängsschnitt (Transsekt) von hochverdichteten Innenstadtbereichen, über den suburbanen Raum bis hin zu eher ländlich geprägten und von Bebauung freien naturnahen Räumen bestimmt. Eine Datenanalyse entlang des Transsekts basierte dabei auf metrischen Landschaftsindikatoren und berücksichtigt besonders die urban-ruralen Landschaftsstrukturen. Weiterhin werden nun Ökosystemleistungsindikatoren genutzt, um Trends und die Entwicklung grüner Infrastruktur sowie die Einflussfaktoren der Urbanisierung zu erfassen.

Angestrebte Ergebnisse

In der Hauptprojektphase werden ein gemeinsames Raumbild für die Region entwickelt und in drei ausgewählten Reallaboren Ökosystemleistungsbewertungen vorgenommen, auf deren Grundlage konkrete experimentelle, stadtplanerische Veränderungen getestet werden.

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Das Institut wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.