Was verbindet sich für die 96 Forschungseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft mit der Zielsetzung der Nachhaltigkeit? Ein neues „Leitbild Nachhaltigkeit“ macht das Konzept für die Institute greifbarer, zeigt Handlungsansätze auf und dient als Orientierung für den Prozess der Umsetzung. Es ersetzt das Leitbild von 2019.
Die Förderung des IÖR in Dresden durch Bund und Länder soll auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden. Das empfiehlt der Senat der Leibniz-Gemeinschaft auf Basis der aktuellen Evaluierung des Institutes durch externe Gutachter*innen. Die entsprechende Stellungnahme hat der Senat der Leibniz-Gemeinschaft nach seiner Sitzung am 3. Dezember in Berlin veröffentlicht. Die erneute Überprüfung der Fördervoraussetzungen kann nach dem Regelturnus von sieben Jahren erfolgen.
Bereits seit 2013 kooperieren das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und das zur United Nations University gehörende Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources (UNU-FLORES) mit Sitz in Dresden. Nun haben beide Einrichtungen ihre langjährige Zusammenarbeit zu Fragen nachhaltiger Entwicklung und Ressourcennutzung erweitert. Im Fokus stehen innovative Lösungen für komplexe globale Herausforderungen, die einen integrierten und sektorenübergreifenden Ansatz erfordern.
Wie wirken politische Strategien und Instrumente in der Gesellschaft? Um diese Frage möglichst genau zu beantworten, gibt es Modelle, die die Effekte von politischen Maßnahmen abschätzen sollen. Im Projekt PoliMod haben Forschende des IÖR dafür geeignete Modellierungsmethoden genauer untersucht und bewertet. Projektleiter Christoph Schünemann erklärt im Interview, wie die Politikberatung davon profitieren könnte.
Wie kann das bürgerschaftliche Engagement für eine nachhaltige Stadtentwicklung gestärkt werden? Dieser Frage gehen Forschende des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) im Projekt StadtLabor DE-RSL nach. DE-RSL steht dabei für die Stadt Dessau-Roßlau.
Seit Mitte September ist Dr. Horacio Samaniego als IÖR-Fellow zu Gast am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR). Als außerordentlicher Professor arbeitet er an der Universidad Austral de Chile zu Fragen von Ökologie und nachhaltiger Stadtentwicklung. Er versteht Städte als komplexe sozioökonomische Systeme. Im Interview erläutert er, wie die Auswertung großer Bestände an Geo- und Mobilfunkdaten zum Verständnis städtischer Dynamiken beitragen kann und welches Potenzial diese Ansätze für eine gerechte und nachhaltige Entwicklung von Städten haben können.
Die vierte IÖR-Tagung „Raum & Transformation“ nimmt vom 22. bis 24. September 2026 die Beziehung zwischen Digitalisierung und transformativer Governance in Forschung, Politik und Praxis in den Blick. Welche Chancen, aber auch Konflikte bergen die beiden Entwicklungen für den transformativen Wandel von Städten und Regionen in Richtung Nachhaltigkeit? Eingeladen sind alle Interessierten aus Wissenschaft und Gesellschaft.
Mit gleich zwei Veranstaltungen setzen Leibniz-Institute des Leibniz-Labs „Systemische Nachhaltigkeit“ – darunter auch das IÖR – und ihre Partner auf der Weltklimakonferenz COP30 in Belém deutliche Akzente für Transformation zu mehr Nachhaltigkeit. Im Mittelpunkt stehen kreative Wege für globalen Klimaschutz und der Ansatz der systemischen Nachhaltigkeit, der ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Zusammenhänge als untrennbares Ganzes begreift.
Mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Unterstanding (MoU) verabreden das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und das Indian Institute of Technology (IIT) Madras ihre künftige Kooperation in der Forschung zu nachhaltiger Entwicklung von Städten und Regionen. Damit legen die beiden Einrichtungen auch einen wichtigen Meilenstein in der indisch-deutschen Forschungszusammenarbeit.
„Flächen für Wohnungsbau müssen dort gesucht werden, wo sie auch gebraucht werden“: Stadtforscher*innen des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu), des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und des ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung fordern eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen Wohnungsbaudebatte. In einem gemeinsamen Fachkommentar kritisieren sie die pauschale Forderung nach immer mehr Bauland als zu kurzsichtig.
Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.