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1900 begann in Sachsen eine topographische Neuaufnahme 1:25 000.
Dabei wurden nunmehr die Ergebnisse der Europäischen Gradmessung,
der sehr exakten Neutriangulation Sachsens 1867 bis 1886 durch Christian
August Nagel und die der neuen Nivellements berücksichtigt.
Für
jedes Meßtischblatt wurden etwa 22 Standpunkte mit Koordinaten und
Höhenwert festgelegt. Aus den mittlerweile erstellten Katasterkarten
konnten mit Pantographen Ortslagen, Wegenetz und andere Details übertragen
werden. Die Geländeaufnahme erfolgte mit Meßtisch und
Kippregel. Die Reliefaufnahme fand diesmal wie auch die Grundrißaufnahme
angesichts des Geländes statt.
Die
topographischen Aufnahmen waren 1921 abgeschlossen, die kartographischen
Arbeiten 1924. Es erschienen insgesamt 156 Meßtischblätter
Sachsens.
Übersichtskarte
A3
Sachsen
- Blattschnitt der Meßtischblätter
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Blattschnitt
und Blatteinteilung entsprechen ungefähr denen der Äquidistantenkarten.
Allerdings wurde nun auch die Versetzung des Nullmeridians von Ferro (20°
westlich von Paris) zur Londoner Sternwarte Greenwich berücksichtigt.
Später ergänzte man das Gauß-Krüger-Koordinaten-Netz
und die Nadelabweichung für den einwandfreien Gebrauch des Kompasses.
Unter
der Leitung des Majors von Carlowitz wurden Vorschriften und Musterblätter
des preußischen Generalstabes angewandt. Abweichend davon erschienen
die Sächsischen Meßtischblätter 1:25 000 in Kupferstich
(Grundriss und Schrift) und Dreifarbendruck (schwarzer Grundriss, blaue
Gewässer, braune Höhenlinien).
Die
Zeichenerklärung auf dem Blattrand und auch die Zeichenvorschriften
weisen die nach einheitlichen Richtlinien ausgewählten und klassifizierten
Geländeobjekte mit ihren Kartenzeichen aus. Die Meßtischblätter
fanden Verwendung bis weit in das 20. Jahrhundert hinein.
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