Sächsische Meilenblätter
1:12 000
ab 1780


1780 begann Major Aster eine militärisch-topographische Landesaufnahme Sachsens. Sie beruhte auf einer landesweiten Triangulation - ausgehend von einer doppelt gemessenen Grundlinie in der Nähe von Pirna (ca. 4,2 km). Diese Basis bildete die seitliche Begrenzung der ersten beiden Aufnahmesektionen. Das Kartenwerk ist daher nicht genordet, sondern um ca. 42° nach Westen verdreht.

Jedes Blatt bildet auf einer Quadratelle (eine Elle entspricht ca. 56,6 cm) eine Quadratmeile ab (eine Meile entspricht 12 000 Dresdner Ellen= ca. 6,8 km). Der Maßstab beträgt somit 1:12 000.

Klick zum Download der A4-KarteÜbersichtskarte A3

Sachsen - Blattschnitt der Meilentischblätter
Download der PDF-Datei

 

Bei der Geländeaufnahme wurden die topographischen Einzelheiten nach Einschneideverfahren von mehreren Standorten und nach abgeschrittener bzw. geschätzter Entfernung bestimmt und farbig in Tusche gezeichnet (braun, blau, rot, schwarz). Der Karteninhalt zeigt Grenzen, Wegenetz, Gewässer, Waldungen und Wiesen. Selbst innerhalb der Ortschaften sind Häuser einzeln dargestellt. Dominant erscheint das Relief durch die graphisch gewichtigen Lehmannschen Bergschraffen. Es gibt allerdings keine Legende, in der die Kartenzeichen erläutert werden.

Zu jedem Kartenblatt wurde eine "Tabellarische Beilage" mit verbalen und statistischen Informationen zur Ortschaft, Straßen, Bergen und Wäldern angelegt.


Von der Originalaufnahme des Kartenblatts (Dresdner Exemplar)wurde in der Winterpause eine farbige Kopie für den König erstellt (Berliner Exemplar). Einige Kartenblätter von Nordsachsen 1806 entstanden im Maßstab 1:28 800 bzw. 1:48 000, die so genannten Vier-Meilen-Blätter der Campagne-Aufnahme. 1819 wurde eine vollständige Kopie, die sog. Große Kopie, der inzwischen laufend gehaltenen Meilenblätter für die Bergbehörde angeordnet (Freiberger Exemplar). Dabei wurde ab 1821 die Zeichnungsmanier leicht geändert.

zurück zur Startseite