Äquidistantenkarte
1:25 000
ab 1870


Im 19. Jahrhundert entstanden in Sachsen diverse Landeskartenwerke im Maßstab 1 : 100 000. Wirtschaft und Wissenschaft in Sachsen, besonders die Geologie, verlangten jedoch nach einem Kartenwerk in einem größeren Maßstab - 1:25 000 wurde gewählt.

Höhenlinien oder "Äquidistanten" zur Darstellung des Reliefs schufen in der Karte Raum für die fachlichen Spezialeintragungen der detaillierten geologischen Landesaufnahme.

1870 bis 1890 entstand so unter Leitung von Oberst Vollborn die Äquidistantenkarte des Königreiches Sachsen 1:25 000.

Übersichtskarte A3
Sachsen - Blattschnitt der Äquidistantenkarten
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Grundlage für diese Karte bildeten im Wesentlichen die sächsischen Meilenblätter. Alle Unterlagen wurden jedoch durch Ergänzungsmessungen bzw. durch die Verwendung von Zusatzmaterial (Forstkarten, Flurkarten) aktualisiert. Ergebnisse der zeitgleich laufenden europäischen Gradmessung bzw. der internationalen Erdmessung wie auch die Resultate der neuen sächsischen Triangulation durch Prof. Christian August Nagel wurden wegen des Zeitdrucks nicht abgewartet. Die häusliche Konstruktion der Höhenlinien - mit Hilfe gemessener Höhenpunkte - bewirkte einige Mängel bei der Wiedergabe der Reliefformen (Treitschke 1921).

Die topographischen Originale wurden photographisch auf den Endmaßstab verkleinert und zu Gradabteilungskarten in Polyederprojektion zusammengestellt. Die Karte erschien in zwei Ausgaben: mit Schummerung und ohne. Vegetation und Schrift wurden in Kupfer gestochen und schwarz wiedergegeben; Hydrographie und Höhenlinien (Schummerung in Kreidemanier) wurden als Lithographie hergestellt und in Blau bzw. Braun gedruckt.

Das Kartenbild wird als sehr ästhetisch, übersichtlich und anschaulich bewertet. Auch zu dieser Karte existiert keine spezielle Zeichenerklärung.

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