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Stefanie Rößler


Stefanie Rößler


Tel. 0351 46 34 24 26
S.Roessler[im]ioer.de

Werdegang

1996 - 2003 Studium der Landschaftsarchitektur an der TU Dresden,
Diplomarbeit "Kriterien für den Stadtumbau aus Sicht der Freiraumplanung ? Untersuchung anhand von Beispielprojekten"

2003 - 2004 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IÖR

Mitarbeit in den Projekten:

  • URGE ? Development of Urban Green Spaces to Improve the Quality of Life in Cities and Urban Regions
  • Teilgutachten "Rolle der Freiraumplanung im Stadtumbauprozess in der Großsiedlung Leipzig-Grünau" im Rahmen des Forschungsprojektes des UFZ Leipzig-Halle "Sozialwissenschaftliche Begleitung von Rückbaumaßnahmen in Leipzig-Grünau"

2005-2007 Stipendiatin der DBU und Doktorandin am IÖR

seit 2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IÖR

Mitarbeit im Projekt:

  • Noch wärmer, noch trockener? Stadtnatur und Freiraumstrukturen im Klimawandel

Promotionsthema

Freiräume in schrumpfenden Städten: Chancen und Grenzen der Freiraumplanung im Stadtumbau

Betreuer

Prof. Hermann Kokenge,
TU Dresden, Institut für Landschaftsarchitektur, Lehr- und Forschungsgebiet Landschaftsarchitektur

Prof. Dr. Stefan Heiland
TU Berlin, Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, Fachgebiet Landschaftsplanung

Kurzfassung des Promotionsvorhabens

Die aktuelle Entwicklung in den Städten der neuen Bundesländer ist durch tief greifende demographische und ökonomische Schrumpfungsprozesse geprägt. Hintergrund für meine Dissertation sind die stadträumlichen Konsequenzen, welche aus den Wandlungsprozessen und dem anhaltenden und massiven Nachfragerückgang nach Wohn- und Gewerbebauten resultieren. Nutzungsaufgabe, Abriss und Brachfallen bestimmen bei gleichzeitiger Ausdehnung und Flächeninanspruchnahme die Flächennutzungsstruktur der schrumpfenden Städte. Freiraum- und landschaftsplanerische sowie stadtökologische Strategien stellen Perspektiven für die entdichteten Stadtstrukturen dar und bieten damit wichtige Handlungsoptionen für den Umgang mit den frei werdenden Flächen im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung und eine Verbesserung der städtischen Lebensqualität.

Schrumpfungsprozesse führen zu grundlegend veränderten Rahmenbedingungen und somit zu neuen Anforderungen an die Funktion und Gestalt, die Finanzierung städtischer Freiräume sowie die Umsetzung der Freiraumplanung, welche die ostdeutschen Städte vor große Herausforderungen stellen. Die neuen Aufgaben gehen mit einem Bedeutungswandel und einem neuen Verständnis der Freiräume in der Stadt einher. Insbesondere wird die Frage nach der Gestalt der frei werdenden Flächen und ihren Funktionen im künftigen Stadtgefüge an Bedeutung gewinnen. Es soll untersucht werden, inwiefern die bestehenden und neu entwickelten freiraumplanerischen Ansätze unter Schrumpfungsbedingungen geeignet sind, diesen Herausforderungen zu begegnen. Es fehlt bisher an einer wissenschaftlichen bzw. theoretischen Fundierung, um dauerhafte und nachhaltige freiraumplanerische Lösungen zu finden.

Die Arbeit setzt sich aufbauend auf der Analyse der bisherigen Bedingungen der städtischen Freiraumplanung mit den durch die Transformationsprozesse veränderten Rahmenbedingungen und deren Wirkungen auf die Freiraumplanung auseinander. Der Schwerpunkt liegt auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit u. a. Leitbildern der Stadt- und Freiraumplanung und dem veränderten Verständnis von Natur und Landschaft in der Stadt sowie der Untersuchung der Planungspraxis in schrumpfenden Städten. Auf dieser Basis können Aussagen zur künftigen Bedeutung, dem Verständnis und der Wahrnehmung städtischer Freiräume als Voraussetzungen für künftige Handlungsansätze bezüglich der Funktion und Gestalt zukunftsfähiger Freiräume formuliert werden.

Sonstiges

Das Promotionsvorhaben wurde im Rahmen eines Promotionsstipendiums der DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) vom 01.12.04 ? 30.11.07 gefördert.


© Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V.