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Euroregion Weinviertel-Südmähren-Westslowakei

Regionsprofil
Bevölkerung
Infrastruktur
Wirtschaftsstruktur
Landwirtschaft
Tourismus & Kultur
Qualifikation und Bildung
Umwelt, Natur und Landschaft

Landwirtschaft
Euroregion Weinviertel-Südmähren-Westslowakei

Ausgezeichnete Voraussetzungen für die Agrarproduktion
Mehr als 80% der Kulturflächen der EUREGIO werden landwirtschaftlich genutzt. Im Marchfeld, im Becken von Laa/Thaya und Hevlín, in großen Teilen der Bezirke Břeclav und Hodonín sowie in der Záhorie überschreiten die Anteile landwirtschaftlich genutzter Flächen mitteleuropäische Durchschnittswerte bei weitem. Angebaut wird neben Getreide auch Obst und Gemüse. Hier haben sich auch zahlreiche landwirtschaftliche Erzeugerorganisationen zur Vermarktung von Qualitätsprodukten gebildet.

Die Schwerpunkte der Forstwirtschaft liegen naturgemäß in den Kleinen Karpaten und den March-Auen. Im Weinviertel spielt die Forstwirtschaft eine untergeordnete Rolle, größere Waldgebiete finden sich am Großen Wagram und im Bereich der Leiser Berge.

Karte 3: Anteil der landwirtschaftlich genutzten Flächen

Der Weinbau ist nicht nur namensgebend für den österreichischen Teil der EUREGIO. Noch heute bauen zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe Wein an. Der Weinbau war gewissermaßen die "Hausindustrie" des Weinviertels und Südmährens und erlebt in jüngster Zeit wieder Renaissance. Die Kellergassen stellen ein Kulturgut von europäischer Dimension dar, das als touristische Attraktion ausgebaut wird. Da auch die Westslowakei eine Weinbautradition besitzt, laufen EUREGIO- Bemühungen zu mehr gemeinsamen Weinmarketing-Aktivitäten.

Situation der Landwirtschaft im Weinviertel
Der Anteil der in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigten Personen ist mit 24% der Erwerbstätigen im österreichischen Vergleich nach wie vor hoch. Die Zahl der Betriebe sinkt ständig. Die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft kann durch Spezialisierungen und Kooperationen der Nahrungsmittelwirtschaft und durch neue Wege in der Vermarktung verbessert werden. Erfolgreiche Akzente gibt es auch im Agro-Tourismus.

Südmähren
Den Großteil der Agrarflächen bewirtschaften Genossenschaften und Staatsbetriebe. Der Anteil der Privatbetriebe beträgt allerdings bereits 25%. Diese zahlreichen "Kleinstlandwirtschaften" (bis 2 ha) werden im Nebenerwerb bewirtschaftet und produzieren vorwiegend für den Eigenbedarf. In den Landwirtschaftsprogrammen gibt es Überlegungen zum Einsatz von nachwachsenden Energierohstoffen. In Lednice befindet sich eine Außenstelle der Agrar-Universität Brünn.

Westslowakei
Der wirtschaftliche Stellenwert der Landwirtschaft ist hoch, ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt geht jedoch konstant zurück. Der Anteil der in der Land- und Forstwirtschaft tätigen Personen variiert von 12,4% im Umland der Hauptstadt bis 40% in der Region Senica. Im Schnitt werden rund 75% der Flächen von Genossenschaften und ca. 20% der Flächen vom Staat in Intensivproduktion (Umweltgefährdungen) bewirtschaftet. Der private Anteil der Agrarflächen ist mit rund 5% der Flächen noch sehr gering.