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Euroregion Weinviertel-Südmähren-Westslowakei

Regionsprofil
Bevölkerung
Infrastruktur
Wirtschaftsstruktur
Landwirtschaft
Tourismus & Kultur
Qualifikation und Bildung
Umwelt, Natur und Landschaft

Infrastruktur
Euroregion Weinviertel-Südmähren-Westslowakei

Straßenverkehr
Nahezu alle Gemeinden in der EUREGIO sind von einem der drei Zentren (Wien, Brünn, Bratislava) in einer Stunde Fahrzeit (Straße) erreichbar. Trotzdem sind die Standortvoraussetzungen vor allem im Weinviertel für die Wirtschaft durch die mangelnde Attraktivität der B7 - Brünnerstraße heute nicht mehr zeitgemäß. Daher hat der Regionalverband Europaregion Weinviertel sich für eine rasche Errichtung der A5 - Weinviertel Autobahn zwischen Wien und Brünn und den Ausbau der Weinviertel Schnellstraße von Stockerau nach Hollabrunn und Znaim ausgesprochen.

Die tschechische Republik gehört zu den europäischen Staaten mit den dichtesten Straßennetzen. Der technische Zustand der Verkehrsinfrastruktur innerhalb Südmährens entspricht dem landesweiten Niveau. Das Verkehrsnetz ist zwar dicht, weist aber in Grenznähe in Hinblick auf Qualität und Kapazität erhebliche Mängel auf.
Eine Autobahnverbindung existiert zwischen Bratislava, Břeclav und Brünn. Von Brünn Richtung österreichische Schnellstraße ist der Ausbau einer Autoschnellstraße bereits weit vorangeschritten.

Die EUREGIO ist durch die internationalen Flughäfen in Schwechat und Bratislava ausgezeichnet an den internationalen Luftraum angeschlossen. Auch Brünn verfügt über einen Flughafen mit Personen- und Frachtverkehr. In einigen Bezirksstädten befinden sich kleinere Flugplätze, die entweder nach wie vor militärisch oder für freizeittouristische Aktivitäten genutzt werden.

Öffentlicher Verkehr - Schienennetz
Die EUREGIO ist durch ein dichtes Netz mit den Hauptstrecken: Wien - Břeclav - Brno, Bratislava - Břeclav - Brno und Břeclav - Hodonín erschlossen. Die Bahn war schon während der Monarchie eine wirtschaftlich bedeutende Verkehrsader. Mit Retz/Znojmo, Hohenau/Břeclav und Marchegg/Devínská Nová Ves bestehen 3 Bahngrenzübergänge. Der Slowakische Grenzraum wird von Bratislava aus erschlossen. Bahnlinien gehen von Bratislava nach Malacky, Brünn und Senec. Die Kapazitäten sind im Allgemeinen ausreichend, vereinzelt sind Modernisierungsmaßnahmen geplant. Die Schieneninfrastruktur ist auf tschechischer Seite vielfach sehr veraltet. Verbesserungsarbeiten sind bereits im Gange und sollen bis zum Jahr 2005 weitgehend abgeschlossen sein.

Trotzdem stellt der öffentliche Verkehr eine wesentliche Schwachstelle im grenzübergreifenden Verkehrssystem dar. Die fehlende und nur mangelhafte Vernetzung im Grenzraum führt einerseits zu stagnierenden Fahrgastzahlen im Eisenbahnverkehr und andererseits zu zweistelligen Zuwachsraten im Individualverkehr was zusätzliche Verkehrs- und Umweltbelastungen in den Zentralräumen und entlang interregionaler Straßenverbindungen zur Folge hat.

Für eine grenzüberschreitende Verbindung zwischen Laa/Thaya und Hevlín liegt eine Machbarkeitsstudie vor. Das Projekt hat für die regionale Wirtschaft große Bedeutung.

Grenzübergänge
Im Gebiet der EUREGIO befinden sich zwischen Niederösterreich und der Tschechischen Republik die internationalen Grenzübergänge Laa/Thaya-Hevlín, Drasenhofen-Mikulov und Kleinhaugsdorf-Hatě sowie die bilateralen Übergänge Schrattenberg-Valtice, Reintal-Poštorná, Mitterretzbach-Hnanice und Hardegg-čížov (nur Fußgänger und Radfahrer).

Die österreichisch-slowakische Grenze weist nur 3 Straßengrenzübergänge auf. Südlich der Donau: Berg-Bratislava (international) und Kittsee-Jarovce (bilateral). Nördlich der Donau befindet sich - auf einer Länge von ca. 60 km - mit Hohenau-Moravský Svätý Ján (bilateral) ein einziger Grenzübergang zur Slowakei (Pontonbrücke über die March). Im Sommer 2000 wird eine Fähre zwischen Angern und Záhorska Ves in Betrieb gehen (Kfz und Radfahrer). Für Radfahrer besteht zudem eine Schiffsverbindung zwischen Devin (Theben) und Hainburg an der Donau. In Vorbereitung befindet sich das Projekt Radwegbrücke Marchegg Devínská Nová Ves. Zwischen diesen beiden Orten besteht auch ein Zugverbindung.

Zwischen der Slowakei und Tschechien bestehen an Grenzübergängen (alle international): 2 bei Kúty bzw. Brodské-Lanžhot (Autobahn, Landstraße), Holíč-Hodonín, Skalica-Sudoměřice, Vrbovce-Javorník.

Karte 2: Die Verkehrsorganisation im Euregio-Gebiet

Telekommunikation
Die vorhandene technische Infrastruktur für Telekommunikation und digitale Dienste reicht für den "durchschnittlichen" Internetnutzer im allgemeinen aus. ISDN-Leitungen sind weitgehend vorhanden. Die Tschechische und die Slowakische Republik erreichen erst in einigen Jahren den gleichen Ausbaustand.

Ein Großteil der Organisationen, aber auch der Unternehmen, die grenzüberschreitend tätig sind, nutzen die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien wie Internet und Intranet. Der Ausstattungsgrad ist hier bereits sehr hoch.

Auslandstarife erhöhen Kosten
Durch die Randlage sind an vielen Standorten im Weinviertel die Erreichbarkeitskreise bei Telekommunikationsgebühren nicht ausgeschöpft, da in Richtung Mittel- und Osteuropa Auslandstarife verrechnet werden. Das ist grenzüberschreitenden Kooperationsprojekten nicht gerade förderlich.

Nutzen durch den Einsatz der Telematik
Vor allem das www ermöglicht vielen Unternehmen in den Grenzgebieten eine umfassenderen Informationszugang und kann für eine bessere Vermarktung eigener Produkte und Dienstleistungen genutzt werden. Die Telematikanwendungen vereinfachen und beschleunigen den Informationsaustausch und die Kommunikation für grenzüberschreitende Kooperationen. Im Hinblick auf den gesamten Kooperationsraum muß allerdings eingeräumt werden, dass die neuen Telekommunikationstechnologien und Medien noch äußerst zögerlich genutzt werden.