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Regionsprofil
Bevölkerung
Infrastruktur
Wirtschaftsstruktur
Landwirtschaft
Tourismus & Kultur
Qualifikation und Bildung
Umwelt, Natur und Landschaft
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Offene
Grenzen - Neue Gegebenheiten - Neue Möglichkeiten
50
Jahre lang lag Niederösterreich an einer über 400 km langen toten Grenze.
Mit der Öffnung der Grenzen bildet sich ein neues wirtschaftliches und
kulturelles Selbstverständnis in den Regionen. An der Außengrenze der
Europäischen Union zu den mittel- und osteuropäischen Beitrittskandidaten
sind nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zahlreiche regionale Gemeinschaften
zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit - EUREGIOs - entstanden.
Eine EUREGIO erleichtert die grenzüberschreitende Kooperation und Kommunikation
von Gemeinden, Städten, Bezirken und Projektträgern. Das besondere Merkmal
einer EUREGIO ist der Entwicklungsansatz "von unten", bei dem
möglichst viele Partner der Region im Mittelpunkt stehen. Projektvorschläge
können vor Ort professionell aufbereitet, abgestimmt und betreut werden.
Bewährte
"Drehscheibe"
EUREGIOs entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg an den Grenzen Deutschlands
zur Förderung des Vertrauens zwischen den ehemaligen Gegnern und zur Abstimmung
gemeinsamer Interessen.
Auch im Weinviertel wird die EUREGIO-Idee umgesetzt. Die Europäische Kommission
hat dem Auf- und Ausbau der grenzüberschreitenden Regionalmanagements
einen besonderen Stellenwert eingeräumt. Wesentlich ist dabei, dass die
beteiligten Regionen EUREGIO als gemeinsame Entwicklungschance sehen.
Die EUREGIO
trägt dazu bei, dass die Fördermittel der EU für die grenzüberschreitende
Zusammenarbeit, insbesondere aus den Programmen INTERREG und PHARE, besonders
sinnvoll und wirksam eingesetzt werden.
Räumliche
Struktur
Die Ost-West-Erstreckung der EUREGIO beträgt ca. 130 km, die Nord-Süd-Erstreckung
ca. 110 km. Das Weinviertel, Südmähren und die Záhorie (Westslowakei)
liegen ohne naturräumliche Grenze im Wiener Becken, einem breiten Einbruchsfeld,
dass zu Urzeiten zwischen den Alpen und Karpaten versank und mit Sanden
und Schottern aufgefüllt wurde. Eine mosaikartige Struktur von Mittelgebirgen,
Hügeln und Terrassen, Becken- und Flußlandschaften prägen diese uralten
Kulturlandschaften. Die Flüsse March/Morava und Thaya/Dyje bilden über
weite Strecken die Staatsgrenzen. Einzelne Landschaftsteile, wie die Donau-March-Thaya-Auen
oder die Kleinen Karpaten, weisen einen außerordentlich hohen Naturwert
auf. Das Marchfeld, die Záhorie sowie Teile des Weinviertels und des angrenzenden
Südmährens werden intensiv agrarisch genutzt.
Um Wien und
Bratislava entstehen durch die starke Siedlungstätigkeit suburbane Räume.
In der Euregio Weinviertel-Südmähren-Westslowakei selbst überwiegen die
Gebiete mit ländlicher Siedlungsstruktur. Im Allgemeinen weist die Grenzregion
am jeweiligen nationalen Durchschnitt gemessen unterdurchschnittliche
Siedlungsdichten auf. Die Bevölkerungsdichte ist in Südmähren und in der
Westslowakei wesentlich höher als im Weinviertel, wo nur ein sehr geringer
Teil der Bevölkerung in Orten mit mehr als 10.000 Einwohnern lebt. So
leben im slowakischen Teilraum (ohne die Stadt Bratislava!) 39% der Bevölkerung
in Orten mit mehr als 10.000 Einwohnern, im niederösterreichischen Teilraum
beträgt dieser Wert nur 4%, im tschechischen Teilraum 28%. Ein drittel
der Bevölkerung lebt in Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohnern.

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